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vom 14. Juli 2001

Abschied vom Hotel Cahuide

Alpenlandschaft,...

...Alpacas im Altiplano...

...und Mondlandschaft

3.000 m Höhenunterschied auf 50 km

AeroCondor

im Flieger

der Baum

der Kolibri

der Pelikan

nochmal der Baum

die Oase Huancachina

sandboarding die erste,...

...die zweite,...

...und die letzte

am Pool,...

...und im Pool...

...vom Hotel Mossone

Nach so langer Zeit hätt ich doch schon beinah vergessen, dass ich ein Moto habe. Nun bin ich aber schon echt gespannt, wie es Violeta geht. Noch vor dem Frühstück, jedoch nicht ohne vorher die Wäsche abzugeben, fahren wir zur Werkstatt.
Hier steht das Mopped bereits wie zum Abholen auf der Strasse. Seltsam, der weiss doch gar nicht, dass ich heut komme. Ein erster Blick zeigt sofort, dass einer der Gepäckriemen abgerissen ist, wahrscheinlich nicht festgemacht vor dem Losfahren, und dann im Hinterrad verheddert. Auf dem Cockpit fehlen einer der Pinguine und der kleine Bolivianer.
Bei der Probefahrt zeigt sich mir keinerlei Verbesserung, für mich hört sie sich immer noch genauso klappernd an wie vorher. Stattdessen merke ich, dass das Vorderrad eiert und der Lenker krumm ist. Ausserdem funktioniert der Fahrradtacho nicht mehr, der Magnet fehlt. Ganz offensichtlich ist irgendetwas passiert. Sie hat auch kein Benzin mehr, dazu muss sie ordentlich gefahren worden sein. Und so gut wie sie gerade anspringt, war sie vorher schon mal an heute.
Der Mechaniker versichert mir aber, dass er sie nur in der Nachbarschaft probegefahren hat. Wer's glaubt! Ich kann nur hoffen, dass die Ölpumpe und die Nockenwelle nun auch wirklich entsprechend seiner Aussage wieder in Ordnung sind. Er beeilt sich, die kleinen äusseren Mängel zu richten, der Pinguin taucht plötzlich auch wieder auf. Wir lassen ihn in Ruhe arbeiten, und gehen erst mal frühstücken.
Später bei der Abholung merke ich, dass auch die Spitze vom Kupplungshebel abgebrochen ist, und das Teil, das ich mir vor Monaten an die Fussraste gebastelt hatte, fehlt. Was soll's, das sind Kleinigkeiten, mich ärgert nur, dass er mir das alles vertuschen wollte. Ich kann diese Werkstatt also nur bedingt weiterempfehlen.
Auch das Anspringverhalten ist auf einmal ein ganz anderes. Beim Kicken komme ich kaum noch über den Totpunkt hinweg, der Auto-Deko tut's offenbar nicht mehr. Und beim Anrollen den Berg hinab rutscht die Kupplung durch. Toll, ich bin begeistert!! Zum Glück muss ich Violeta heute erstmal nur bis in die Hotelgarage fahren.
Im I-Cafe merken wir gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht, der Nachmittag vergeht im Flug. Und am Abend bekomme ich tatsächlich die komplette Wäsche wieder, inklusive Michis Halstuch, das er eigentlich gar nicht mit abgegeben hatte.

15.07.2001
Irgendwie hab ich noch gar keine Lust dazu, aber nach über zwei Wochen wird es Zeit, und wir sind bereit für die Weiterreise. Während wir die Moppeds beladen, werden wir von der Hotelführerin noch zu einem Frühstück zum Abschied eingeladen. Nun waren wir aber leider schon frühstücken, in unserem Lieblingslokal, wo wir vom sonnigen Balkon auf die Plaza blicken. Wir lehnen also die Einladung dankend ab, woraufhin sie ihrerseits nun darauf besteht, uns wenigstens Sandwiches und Mineralwasser für unterwegs mitzugeben. Wir sind beeindruckt, damit hätten wir wirklich nicht gerechnet!
Bei einer Pause unterwegs freuen wir uns noch einmal über die nette Geste, und die Sandwiches schmecken uns besonders lecker.
Durch das Valle Sagrado hindurch bis Ullubamba, und von dort bis Abancay geht es Kurve an Kurve die 270 km über grossteils neuen Asphalt. Der ist noch so frisch, dass die neue Strasse auf unserer Karte noch gar nicht als solche eingezeichnet ist.
Abancay ist ein zwar netter, aber nicht wirklich sehenswerter Ort. So begnügen wir uns damit, eine angemessene Bleibe für die Nacht zu finden, irgendwo noch was zu essen, und einen neuen Versuch im I-Cafe zu starten. Die gewünschte Seite funktioniert noch immer nicht, zumindest nicht unter der deutschen Domain. Zufällig aber kommen wir darauf, dass es mit der französischen Endung durchaus funktioniert. Verstehen tun wir das zwar nicht, aber es ist uns auch egal, Hauptsache, wir kommen endlich wieder an unsere Post.

16.07.2001
Mit dem Asphalt ist für die nächsten 130 km erstmal wieder Schluss. Wir fahren weiter über eine feste, mal mehr mal weniger gute, überwiegend aber sehr holprige Schotterpiste, die ziemlich spektakulär durch eine breite Schlucht führt. Einen solch türkisfarbenen Fluss wie hier haben wir vorher zuletzt an der Carretera Austral im Süden von Chile gesehen.
Michi kann mal wieder nicht widerstehen, er geht darin zum Baden. Ich nutze die Gelegenheit um etwas Vorsprung herauszufahren. Doch schon bald muss ich einen kurzen Zwangsstopp einlegen. Bei diesen angenehmen Temperaturen fahre ich nämlich gerne mit offenem Visier, was zur schmerzhaften Folge hat, dass sich eine Wespe in meinen Helm verirrt, und mir dieses mit einem brennenden Stich an der Schläfe quittiert. Ist wohl doch keine so gute Idee, in diesen Gefilden mit offenem Helm zu fahren, also Klappe wieder zu. Schade.
An einer mal wieder nicht ausgeschilderten Gabelung verfahren wir uns auch noch fast. Von oben erkennen wir aber zum Glück schnell, dass der richtige Weg weiterhin unten am Fluss entlangführt. Das bestätigt uns auch der freundliche, uns entgegenkommende Autofahrer, der extra anhält, um nachzufragen, wonach wir suchen.
Chalhuanca ist dann die letzte Möglichkeit für frisches Benzin, bevor es wieder hinaufgeht auf den 4.400 m hohen Condorcenca-Pass, kältestes Altiplano.
Nachdem wir auf der Schotterpiste nur einen Schnitt von 25 km/h hatten, kommen wir jetzt immerhin wieder etwas schneller voran, denn die Strasse ist erneut asphaltiert, ganz neu, wie eine Autobahn. Allerdings macht sich die Höhe schnell wieder bemerkbar, und die Moppeds verlieren an Leistung. Wir kommen doch nicht so schnell voran. Hat mich das auf den ersten Pässen in Chile und Argentinien überhaupt noch nicht gestört, so ist es mittlerweile doch etwas nervig, nur noch im Schneckentempo nach oben zu kriechen. Und unaufhörlich schlängelt sich die Strasse höher und höher, bald schon liegt Schnee am Strassenrand.
Wir fahren immer noch weiter, inzwischen auf etwa gleichbleibender Höhe und bei eisiger Kälte, bis wir gegen 17.00 beschliessen, lieber wieder umzukehren und die 70 km bis Chalhuanca zurückzufahren. Denn vor Einbruch der Dunkelheit kämen wir nicht mehr ins Tal, und müssten irgendwo hier oben zelten, was ziemlich ungemütlich würde. Für die hier zu erwartenden Temperaturen sind wir doch etwas zu schlecht ausgerüstet. Noch dazu sieht es nach Regen, bzw. Neuschnee aus. Das muss nicht sein, lieber übernachten wir trocken im warmen Tal, wenn es auch etwas dumm gelaufen ist jetzt, denn so sind wir heute trotz insgesamt 270 gefahrenen km nur 130 km weitergekommen. Was soll's, dafür werd ich morgen früh Zeit haben für eine ausgiebige Foto-Session bei den vielen Alpaca-Herden, an denen wir jetzt nur eilig und achtlos vorbeigefahren sind.
Genauso einfach wie das Dorf selbst sind auch seine Unterkünfte. Aber viel mehr als ein Bett brauchen wir eh nicht. Und trotz allem finden wir ein Restaurant, das zwar auch sehr einfach eingerichtet ist, aber ein köstliches Ceviche serviert, eine peruanische Spezialität aus rohem Fisch mit Zwiebel und Zitrone. Michi kann es nur nicht recht geniessen, weil er sich an der megascharfen Peperoni verbrennt, die er für eine Scheibe Tomate hält und gleich als Ganzes verzehrt. Ich möcht nicht mit ihm tauschen, denn mir reicht schon ein reiskorngrosses Stück davon, um mir daran für den Rest des Abends die Lippen zu versengen.

17.07.2001
Heute wollen wir die ganzen verbleibenden 350 km bis Nazca noch vor Einbruch der Dunkelheit schaffen, daher brechen wir recht früh auf.
Das erste Fünftel kennen wir ja bereits von gestern, zunächst fahren wir durch eine Landschaft wie in den Alpen. Oben das Altiplano dann sieht wieder genauso aus wie in Bolivien, mal vom wesentlich besseren Zustand der Strasse abgesehen, aber dieselbe kahle Berglandschaft in faszinierenden Pastelltönen. Nur die Alpacas sind noch viel zahlreicher. Und jedes einzelne von ihnen sieht so knuffig aus, dass es ein Foto wert wäre. Ich kann mich gar nicht von ihnen trennen.
Dann der Endspurt. Erst auf den letzten 50 km geht es hinab nach Nazca auf nur noch 650 m über dem Meeresspiegel. Unsere Stimmung steigt mit jedem Meter, den wir tiefer kommen. Denn es wird zunehmend wärmer, die Landschaft wird immer bizarrer, wir fahren durch eine kahle Felswüste, die immer flacher und eintöniger wird, je tiefer wir kommen. Da ist es kein Wunder, dass die Leute hier Zeichnungen in die Erde geritzt haben.
Als wir in Nazca an der Plaza halten, bricht uns auf einen Schlag der Schweiss aus, so heiss ist es hier. Somit haben wir heute alle Klimazonen auf einmal durchfahren, von frostigen Minustemperaturen bis zum sommerlich, fast schon tropisch warmen T-Shirt-Wetter. Das ist aber auch das einzig Erfreuliche hier, denn es ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass der Ort selber sicher keinen Besuch wert wäre. Seinen Ruhm verdankt er offenbar wirklich nur den rätselhaften Linien.
In dem danach benannten Hostal Las Lineas (s. Link) ganz zentral an der Plaza kommen wir gut und günstig unter. Und -wie praktisch- gleich nebenan gibt's Internet und auch ein Restaurant, wir brauchen uns wirklich nicht mehr grossartig zu bewegen heute. Während wir hier unser in der Mikrowelle aufgewärmtes, aber dennoch gutes Lasagne geniessen, taucht eine 4-köpfige Live-Band auf, die uns mit solch guter Folklore-Musik unterhält, dass ich mir spontan eine ihrer CDs kaufe. Das trifft sich gut so, denn ich will mir eh aus jedem Land Musik mitnehmen, und die peruanische fehlte mir bisher noch.

18.07.2001
Natürlich wollen wir uns diese rätselhaften Linien auch ansehen, von denen man bis heute nicht weiss, wie sie das vor 800-2.300 Jahren hier herrschende Volk der Nasca in den Wüstenboden kratzen konnte. So riesig, und so perfekt, dass sogar die Herren Konstrukteure der Panamericana ihren Verlauf an den absolut geraden Linien ausrichten konnten. Die deutsche Forscherin Maria Reiche hat etwa 50 Jahre lang diese Zeichnungen minuziös untersucht, sie hat mit einem Besen neue Linien freigelegt und dafür gesorgt, dass dieses 700 qkm grosse Gebiet von der UNESCO als Weltkulturgut zum Erbe der Menschheit erklärt wurde.
Die Linien sind wegen ihrer Ausmasse am besten aus dem Flugzeug zu erkennen. Und das will erst mal organisiert sein, so kurzfristig, vor allem jetzt in der Hochsaison. Es gibt immerhin mehrere Gesellschaften, die diese Flüge in kleinen Propellermaschinen für 3-5 Passagiere anbieten. Sie haben alle ihr Büro am 5 km ausserhalb liegenden Flughafen. Zu faul, um mit den in der Garage abgestellten Moppeds hinaus zu fahren, nehmen wir uns für 2 Soles ein Taxi.
Bei AeroCondor haben wir Glück. Es sieht so aus, als könnten wir tatsächlich morgen Vormittag fliegen. Das ist derzeit gar nicht selbstverständlich, die Touren sind ziemlich ausgebucht, es ist Hochsaison. Erschwerend kommt hinzu, dass in diesen Tagen die zeitigen Flüge wegen morgendlichem Tiefnebel ausfallen müssen. Das wirft sämtliche Flugpläne über den Haufen, und Vorrang haben natürlich diejenigen, die schon frühzeitig reserviert haben. Dennoch verspricht man uns, dass wir morgen dabei sein werden. Eventuell werden wir etwas warten müssen, bis irgendwo in einer Maschine ein Platz frei ist, wo man uns dazustecken kann. Wenn das mal gutgeht!! Wir sind gespannt.

19.07.2001
Wow, heute scheinen wir besonderes Glück zu haben. Als wir das Hostal Las Lineas verlassen und auf die Strasse treten, stellen wir erfreut fest, dass bereits die Sonne scheint. Weit und breit kein Nebel heute. Das trifft sich natürlich gut, so können die Flieger doch schon früher starten.
Wie besprochen stehen wir pünktlich um 10.00 am Flughafen, wo bereits Herscharen anderer Touristen warten. Wir üben uns also in Geduld. Mit dem Ticket in der Tasche und somit mit der Gewissheit, dass es auf jeden Fall klappen muss, sitzen wir 1,5 Stunden immerhin bei angenehmen T-Shirt-Temperaturen im Garten und warten, beobachten dabei die Abflüge und Landungen der kleinen Propellermaschinen.
Plötzlich sind auch wir an der Reihe. In einer Maschine für 5 Passagiere ist noch Platz für uns. Auf einmal geht alles ganz schnell.
Im Flieger verteilt der Pilot kleine 'Landkarten' mit den zu sehenden Figuren und er weist uns an, die Kopfhörer aufzusetzen. Dann rollen wir auf die einzige Start- und gleichzeitig Landebahn des Spielzeugflughafens. Nun müssen wir nur noch die Landung eines anderen Fliegers abwarten, gleich danach heben wir ab.
Über die Kopfhörer kündigt der Pilot die einzelnen Zeichnungen an, den Baum, den Astronauten, den Affen, den Pelikan, den Kolibri, den Kondor etc. etc. Jeweils einmal von rechts und einmal von links werden sie in engen Achterkurven angeflogen, damit auch jeder die Möglichkeit hat, sie richtig zu sehen und zu fotografieren. So werden alle Figuren im Eilverfahren abgehakt. Eigentlich geht das alles viel zu schnell, es bleibt gar keine Zeit, sie richtig zu betrachten. Andererseits bin ich ganz froh drum, denn schon nach der dritten Figur wird mir etwas flau im Magen, und ich bin erleichtert, als nach einer halben Stunde alles vorbei ist, und wir endlich wieder nur geradeaus zurück zum Flughafen fliegen.
Anschliessend bleibt Michi am Nachmittag noch genug Zeit, um sich um sein Mopped zu kümmern, das mal wieder Ärger bereitet. Ein Radlager ist kaputt. Dabei hatte er es extra vor der Abreise noch gegen ein neues, gute deutsche Qualitätsware!, ausgetauscht. Zu seinem Glück bekommt man ein solches Teil hier in fast jedem Eisenwarenladen, und der Schaden ist recht schnell behoben. Es bleibt noch reichlich Zeit, wir schlendern durch den Ort, aber es ist hier einfach nur heiss, zu sehen gibt es nicht sehr viel.

20.07.2001
Noch einmal zeigt sich, welches Glück wir gestern mit dem Wetter hatten. Kalter Nebel erwartet uns, als wir uns auf die Moppeds setzen. Wir lenken in Richtung Norden auf die Panamericana ein, die schnurgerade durch die flache und knochentrockene Küstenregion führt.
Nach etwa 20 Kilometern halten wir an dem 11 m hohen Aussichtsturm, von wo aus wir noch einmal zwei der Figuren etwas näher betrachten können, bevor wir endgültig Nazca und seinen Linien den Rücken zukehren.
Wenig später tauchen linkerhand die ersten Sanddünen auf. Sie werden immer mehr, und immer höher, perfekt geformte Kegel, bis wir uns vorkommen wie in der Sahara, als wir bei Ica nach Westen abbiegen. Schliesslich landen wir in der Oase Huacachina am Ufer einer Lagune, die von Palmen und prunkvollen Kolonialhäusern umgeben ist. Eines davon ist das Hotel Mossone, in dem wir diese Nacht logieren werden. Unsere schmuddeligen Motos scheinen in dem noblen Innenhof etwas fehl am Platz.
Zwar ist auch hier das Wetter nicht besonders gut, aber vor lauter Begeisterung über die neuartige Landschaft können wir nicht umhin, trotz des einsetzenden Nieselregens die Umgebung zu erkunden und die Dünen zu erklimmen. Doch schon bald haben wir den Sand nicht nur in den Schuhen, der starke Wind bläst ihn einfach überall hin, in die Haare, die Augen, zwischen die Zähne, in die Hosentaschen. Ich kehre lieber wieder um und hoffe auf besseres Wetter für morgen.

21.07.2001
Und jawohl, ich wusste es doch! Schon bald lichtet sich der Morgennebel, und noch während wir uns im nahegelegenen Restaurant am Tisch draussen auf der Strasse über die leckeren Schoko-Pfannkuchen hermachen, kommt auch die Sonne durch. Wenig später haben sich sämtliche Wolken verzogen, der Himmel ist blau, wie es sich für diese Wüstengegend gehört.
Während sich manche nun nichts besseres vorstellen können, als mit ihren Motorrädern Kreise in den Sand zu ziehen, habe ich ganz anderes im Sinn. Abwechslung muss sein, und so tausche ich mein Mopped, auf dem ich wahrlich schon genug Zeit verbringe, gegen ein Sandboard aus. Ich wollte immer schon mal snowboarden, hier hab ich endlich einmal die Gelegenheit, das auszuprobieren.
Mit einem der hoteleigenen Boards stapfe ich die erste Düne hinauf. Die reicht durchaus für einen ersten Versuch, man muss es ja nicht gleich übertreiben. Oben angekommen stellt sich mir gleich die erste schwerwiegende Frage. Stell ich mich nun lieber links oder rechts rum auf das Brett?? Keine leichte Entscheidung, wer weiss ob es die richtige war, denn schon nach wenigen Metern liege ich wieder im Sand. Also wieder aufrappeln, gleiten, ohne dabei das Gleichgewicht zu verlieren, geht nicht, sitzen. Diese Abfolge wiederholt sich mehrere Male, bis ich so langsam ein bisschen Gefühl für die Sache bekomme. Noch weitere zweimal steige ich den Hügel wieder hinauf, auf einen weiteren Versuch. Macht richtig Spass, aber der langwierige Aufstieg ist mir schliesslich doch zu anstrengend, und ich belasse es bei diesem kurzen Test. Dass die hier aber auch noch keinen Lift hingestellt haben!!
Nun gilt es, mich wieder von dem Sand zu befreien, den ich bei den Stürzen überallhin abbekommen habe. Das geht ganz leicht im Swimming-Pool, der auch zum Hotel gehört. Eine herrliche Anlage, wo wir nach dem erfrischenden Bad noch 1,5 Stunden in der Sonne liegen bleiben, bevor es Zeit wird, das Zimmer zu räumen und uns zu verabschieden.
Keine 2 Stunden später sind wir 70 km weiter in Pisco, am Meer. Im Nachbarort San Andres, wo wir für die Nacht unterkommen, beobachten wir beim Essen, wie die Sonne im Meer untergeht und es rot-lila einfärbt. Später am Abend brauchen wir nicht einmal unser Zimmer des Hostal Victoria direkt an der Plaza zu verlassen, vom Balkon aus können wir den Festzug anlässlich der Virgen del Carmen beobachten. Bis Mitternacht gibt es Live-Musik, die leider über eine schlechte Anlage übertragen wird, sodass sie kein wirklicher Ohrenschmaus ist, und wir schliesslich froh sind, als der Spuk ein Ende hat.


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