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Intermezzo 'zuhause' in

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vom 04. Oktober 2001

neuer alter Motor

Wolfi beim Schraubern

die drei grossen 'K'...

... Kawasaki Kern in Kempten

Nach einem weiteren Zwischenstopp in Frankfurt komme ich pünktlich und total gerädert gegen 13.00 endlich in München an. Jetzt wird es noch einmal spannend am Gepäckband. Ist diesmal mein ganzes Gepäck dabei, oder nicht?
Es dauert eine ganze Weile, bis endlich mein Rucksack kommt. Immerhin, das ist ja schon mal was. Aber es fehlt noch der Seesack. Und er fehlt immer noch, als die Anzeige des Fluges aus Frankfurt sich ausschaltet. Also doch, zum dritten Mal in Folge muss ich ein fehlendes Gepäckstück melden. Nur so lange wie die letzten Male muss ich zum Glück nicht drauf warten, bereits am nächsten Morgen wird es mir nachgeliefert.
Da ich ja aus familiären Gründen hier bin, verbringe ich den Grossteil der Zeit in Füssen bei meiner Mutter. Nur ein paar Dinge habe ich doch auch für mich selbst zu erledigen, wenn ich schon mal da bin:
Mein alter Pass lässt kaum noch Raum für weitere Ein- und Ausreisestempel. Ich brauche einen neuen. Noch am Wochenende lasse ich die dazu erforderlichen Passbilder machen, und erstatte eine Verlustanzeige bei der Polizei. Damit, und mit einer aktuellen Meldebescheinigung, die ich mir gleich als erstes am

Mo, 08.10.2001
besorge, kann ich beim luxemburgischen Konsulat einen neuen beantragen. Zeitlich wird es aber ziemlich knapp, es bleibt abzuwarten, ob er rechtzeitig fertig wird.
Bei der Bank kann ich nun selbst die Angelegenheit mit den kürzlich in Atacames gestohlenen Kreditkarten in Ordnung bringen. Das ist recht schnell erledigt.
Der schwerste Brocken sind allerdings die Ersatzteile. Ein Anruf bei einem Kawasaki-Händler ergibt, dass allein die Nockenwellen und die Kipphebel bereits über DM 1000,- kosten würden, und dass ausserdem einer der beiden Kipphebel momentan gar nicht vorrätig ist. Andererseits ergibt ein weiterer Anruf beim Endurobunker in Lenting, dass der von Wolfi bereits vor ein paar Wochen ausfindig gemachte komplette Motor immer noch da und für DM 900,- zu haben ist. Klaus, der dortige Geschäftsführer, meint zwar, anhand der Motornummer bereits sagen zu können, dass die Teile auch mit meinem Motor kompatibel sind, aber davon wie auch vom einwandfreien Zustand dieses angeblich zwar erst 19.000 km alten Motors möchte ich mich doch lieber selbst überzeugen.
Leider findet sich niemand, der mich dazu begleitet, aber viel falsch machen kann ich eh nicht, im Grunde steht die Entscheidung bereits, und so fahre ich am

Sa, 13.10.2001
nach Lenting. Klaus führt mir das Mopped vor, und der Motor läuft ohne irgendwelche seltsamen Geräusche, soweit ich das beurteilen kann. Überhaupt macht der gesamte Laden einen vertrauenswürdigen Eindruck, und Klaus sagt mir zu, selbst die Nockenwellen und die Kipphebel zu vergleichen und zu prüfen, gibt mir zusätzlich noch einen neuen Tacho und das Zündschloss mit, und will mir das Ganze dann Anfang der Woche kostenfrei per Kurier nach Füssen schicken, in einer zum Transport im Flugzeug geeigneten Kiste. Denn im Grunde würde es sich anbieten, den Motor als solchen komplett mitzunehmen, und lediglich gegen den alten auszutauschen. Klingt alles ganz gut, und somit ist der Deal perfekt.

Mi, 17.10.2001
Gleich morgens klingelt es an der Tür, das Mädel vom Paketdienst ist da, und gemeinsam schleppen wir das scheinbar tonnenschwere Paket hinauf in den ersten Stock. Auf der Waage stellt sich dann heraus, dass es schwerer ist als ursprünglich angenommen. Es wiegt über 45 kg! Ein Anruf bei Lufthansa zeigt schnell, dass eine Mitnahme im Flugzeug sowohl als Gepäckstück als auch als Fracht aufgrund der horrend hohen Kilopreise ausscheidet. Es bleibt mir also doch nichts anderes übrig, als die notwendigen Teile auszubauen und nur diese mitzunehmen, statt dem kompletten Motor. Schade eigentlich.
Wolfi erklärt sich bereit, am Wochenende von München nach Füssen zu kommen, um mir beim Auseinandernehmen zu helfen. So findet am

Sa, 20.10.2001
das Schrauber-Event in kleinem Kreise statt. Wir schaffen es, den Zylinderkopf abzutrennen, und auch der Steuerkettenspanner ist kein Problem. Nur weiter kommen wir leider nicht. Die Steuerkette scheint sich verklemmt zu haben, und wir kommen nicht näher ran. Aber immerhin, die wichtigsten Teile hab ich schon mal.
Trotzdem wäre es gut, auch die Steuerkette, die Wasserpumpe und die Ölpumpe minehmen zu können, wenn ich sie schon mein eigen nennen darf. In den gelben Seiten finde ich den Kawasaki-Vertragshändler Kern (s. Link) in Kempten, den ich am

Mi., 24.10.2001
aufsuche. Der Mechaniker meint, bis zum Abend das alles ausgebaut haben zu können. Allerdings fehlen mir dann noch diverse Dichtungen, die ich neu brauchen werde, und die erst bestellt werden müssen. Das hätte ich doch beinahe vergessen!

Sa, 27.10.2001
Die bestellte Lieferung ist eingetroffen, ich kann alles im Laden abholen. Endlich habe ich nun wirklich alle Teile beisammen, die ich drüben für Violeta brauche. Ausserdem kann ich den restlichen Motor bei Kawasaki Kern stehen lassen, für alle Fälle, falls ich unterwegs nochmal irgendwas brauche. Damit wäre dieses Thema vorläufig abgeschlossen, es bleibt nur zu hoffen, dass auch wirklich alle Teile passen werden.
Jetzt fehlt nur noch der Reisepass. Und es bleiben nur noch drei Werktage bis zu meiner Abreise. Doch ein Anruf am

Mo., 29.10.2001
bringt auch hier Erleichterung. Der Pass ist fertig und kann abgeholt werden. Das und ein paar letzte Besorgungen werden am

Mi., 31.10.2001
in München erledigt, bevor am

Fr., 02.11.2001
mein Flug zurück nach Quito geht. Mein Bruder Rainier bringt mich rechtzeitig um 9.00 zum Flughafen.
Die Tasche mit den Ersatzteilen würde ich gerne als Handgepäck mitnehmen. Das wird mir aber leider verwehrt, zum einen, weil ich damit ja jemanden erschlagen könnte, zum anderen weil sie zu schwer ist. Es bleibt mir nichts anderes übrig als sie zusammen mit dem Rucksack aufzugeben. Immerhin wird mir kein Übergepäck berechnet.
Wir können nicht rechtzeitig starten, weil ein Passagier zwar sein Gepäck aufgegeben hat, aber nicht an Bord gekommen ist. Seine Koffer müssen also erst wieder ausgecheckt werden.
Wenig später stellt sich das alles als blosser Computerfehler heraus, hat aber dennoch fast eine Viertelstunde gekostet.
Aufgrund dieser Verspätung wird das Umsteigen in Frankfurt fast schon etwas knapp, aber ich erreiche rechtzeitig das entsprechende Tor. Bleibt nur zu hoffen, dass auch das Gepäck richtig verladen wird.
Diesmal starten wir pünktlich in Richtung Caracas. Mitunter haben wir mit recht heftigen Turbulenzen zu kämpfen, ansonsten ist es ein angenehmer und ruhiger Flug. Die Zeit vergeht erstaunlich schnell...


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