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vom 30. August 2001

Willkommensdrink...

...im Hotel Oro Verde

Blick auf Guayaquil

der Malecon

unser Zuhause,...

...das Pacific South...

...in Montañita

Eigentlich wollten wir mal wieder ein eigenes Frühstück zubereiten, schliesslich haben wir noch einen Rest vom Joghurt und den ganzen Käse aus Palugsha. Nur leider ist für den Joghurt schon alles zu spät, der ist nicht mehr gut. Wir wollen nichts riskieren und frühstücken doch lieber im Restaurant, wenn auch recht schlicht und wenig sättigend.
Anschliessend brechen wir gleich auf in Richtung Guayaquil. Über eine meist gute, nur ab und zu mit üblen Passagen gespikte Schotterpiste geht es recht abwechslungreich abwärts durch verschiedenste Klimazonen. Zunächst wird es immer heisser, fast schon unerträglich, jedenfalls in dieser Montur, dann blicken wir von oben herab auf eine dichte Wolkendecke, in die wir wenig später notgedrungen hineinfahren. Hier kämpfen wir uns durch kalten und extrem dichten Nebel. Es dauert zum Glück nicht allzu lange, bis wir unten ins tropisch-diesige Flachland kommen und sich der Nebel wieder lichtet. Hier fahren wir nun an kilometerlangen Bananenplantagen vorbei.
In El Triunfo wird derzeit noch fleissig gearbeitet an der Strasse, die ab hier asphaltiert ist. Es liegen nur noch 40 km vor uns, der Verkehr wird langsam immer dichter. Wir kommen aber ganz gut zurecht, und -wenig später in Guayaquil angekommen-, müssen wir auch nur ein einziges Mal wenden, um ins Zentrum zu finden.
Die Auswahl an Unterkünften beschränkt sich im Zentrum fast ausschliesslich entweder auf 'ganz teuer' oder 'ganz billig'. Ersteres gefiele mir besser, und ich versuche es im Hotel Oro Verde (s. Link). Und ich habe Glück. Nach harten Verhandlungen kann ich 3 Nächte für uns herausschlagen. Allerdings nur, wenn ich bereit bin, noch einmal vor die Presse zu treten. Nichts lieber als das, und so organisiert Ginger, das zuständige Mädel, gleich einen Termin für morgen Abend.
Nachdem alles geklärt ist, schickt man uns sofort einen Boy heraus, der uns das Gepäck abnimmt und es im Wagen zur Rezeption fährt, während wir in der Zwischenzeit die Moppeds nebenan in der Garage parken.

Als wir dann selbst zum Empfang kommen, reicht man uns als erstes zwei feuchte Handtücher zur Erfrischung. Zunächst halte ich das noch für eine spezielle, aufmerksame Geste uns gegenüber, weil wir halt besonders verstaubt und verdreckt hier einmarschieren. Aber nein, alle neuankommenden Gäste werden so empfangen. Genauso, wie alle ein Glas frisch gepressten Fruchtsaft gereicht bekommen. Aber das ist immer noch nicht alles. Zusammen mit den beiden Zimmerschlüsseln im Scheckkartenformat bekommen wir einen Gutschein für einen Willkommensdrink an der Bar, sowie die Vouchers für's tägliche Frühstück überreicht.
Erst danach werden wir zu unserem Nichtraucherzimmer im fünften Stock geleitet, das wir sofort erkunden. Die laufende Klimaanlage müssen wir gleich eine Stufe niedriger einstellen, denn so ist es uns schon fast zu kalt. Die mit erlesensten Knabbereien und Drinks gefüllte Mini-Bar werden wir bei den horrenden Preisen wohl leider unangetastet lassen müssen. Immerhin dient sie als Kühlschrank für den stinkenden Käse, den wir noch mit uns rumschleppen. Es gibt ein Radio, und das Kabelfernsehen hat endlich mal all die Kanäle, die ich sonst meist vermisse. Sogar die Deutsche Welle können wir hier sehen. Und erst diese himmlischen Betten! Auch im grosszügig geschnittenen Bad gibt es alles, was der Körper braucht, oder sogar mehr. Und aus dem Fenster haben wir einen herrlichen Blick auf den zum Haus gehörenden Swimming-Pool, und auf die Skyline der Stadt.
Wir sind noch nicht aus dem Staunen wieder heraus, da klingelt auch schon das Telefon. Der diensthabende Rezeptionist stellt sich mir vor und erkundigt sich, ob wir das Zimmer zu unserer Zufriedenheit vorgefunden hätten, oder ob wir noch was bräuchten. Mir fällt leider weiter nichts ein, was uns noch abgehen könnte.
Als wir uns einigermassen von diesem Kulturschock erholt haben, holen wir uns unseren Drink ab. Wir geniessen eine köstlich gemixte Pina Colada inmitten dieses überschwenglichen Luxus-Ambiente.
Zum Essen allerdings müssen wir zurück in die wirkliche Welt, hinaus auf die Strasse, wo wir uns ein günstiges Lokal suchen.

31.08.2001
In diesen Betten haben wir geschlafen wie die Murmeltiere. Nun sind wir schon gespannt auf's Frühstück. Das Büffet ist in der Tat überwältigend, es fehlt wirklich an nichts. Wir wissen gar nicht, wo wir anfangen sollen. Da stehen verschieden Müsli-Sorten zur Auswahl, dazu gibt es die exotischsten Früchte, ausserdem Joghurt, Milchreis, jede Menge verschiedener Kuchen, dann Pfannkuchen und Waffeln, wieder mit unzähligen Beilagen, Früchte, Rosinen, Schoko-Chips, diverse Cremes. Natürlich stehen auch die unterschiedlichsten Brotsorten zur Auswahl, reichlich süsses Gebäck und jede Menge frische Fruchtsäfte. Doch damit immer noch nicht genug. Auf der anderen Seite steht erst noch all das würzige Zeug, angefangen mit Käse- und Wurstplatten, Eier in jeder erdenklichen Form, dazu Gemüse, bis hin zu ganzen Fleisch- und Fischgerichten mit Beilagen.
Nach dem Müsli und einem Stück Apfelkuchen mit Vanillesosse bin ich leider viel zu schnell schon satt. Und ich frage mich, was wohl mit all den Resten passiert, denn ständig wird darauf geachtet, dass alle Schalen, Platten und Schüsseln immer ganz gefüllt sind. Wenn ab 10.30 begonnen wird, abzuräumen, wird genau soviel wieder weggetragen, wie morgens hingestellt wurde. Bevor wir die weiteren Dienste und Einrichtungen nutzen, die das Hotel seinen Gästen bietet, ziehen wir los, unsere Besorgungen zu erledigen. In der Garage fällt uns als erstes auf, dass unsere Moppeds wieder richtig glänzen und die Kennzeichen wieder lesbar sind. Unglaublich, die sind geputzt worden!
Michi geht wieder auf die obligate Düsensuche. Ausserdem sind doch an Violetas Hinterrad drei Speichen gebrochen, dafür will er auch gleich Ersatz besorgen.
Ich brauche vor allem zwei neue Reissverschlüsse, um den von meinem Tankrucksack zu ersetzen, der einfach nicht mehr schliessen will.
Nach dem mehr oder weniger erfolgreichen Shopping, -Michi hat wie erwartet mal wieder keine Düse gekriegt, und es gab auch keine so kurze Speichen, wie ich sie benötige-, bleibt noch etwas Zeit zum entspannen auf unserem Luxus-Zimmer. Da klopft es auf einmal an der Tür. Man bringt uns die Gute-Nacht-Pralinen vorbei, zusammen mit den heutigen Programmvorschlägen für TV, Kino oder Sonstiges. Das wird ja immer noch dekadenter! Aber ich muss zugeben, dass ich mich durchaus daran gewöhnen könnte.
Um 19.00 dann der Pflichtteil, das Presse-Interview. Im Foyer stehe ich einem Reporter der nationalen Tageszeitung Expreso (s. Link) Rede und Antwort. Mittlerweile wird das schon fast zur Routine, und ich kann diesmal noch ein paar Dinge loswerden, die ich bisher bei solchen Gelegenheiten schlichtweg vergessen habe. Abschliessend will der begleitende Fotograf noch ein paar Fotos, und wir fahren dazu die Moppeds hinaus auf die Strasse. Es wird sicher ein guter Artikel, irgendwann kommende Woche wird er erscheinen. Abschliessend verabschiedet sich auch Ginger von uns. Zur Erinnerung schenkt sie uns jeweils einen Teddybären, der ein Kissen mit der Aufschrift 'Oro Verde' in den Pfoten hält.
Den restlichen Abend verbringen wir genüsslich in den Betten vorm Fernseher.

01.09.2001
Besser als mit einem Frühstück im Oro Verde kann man den Tag nicht beginnen. Und heute muss es sein, ich probiere zusätzlich auch noch die Pfannkuchen und die Waffeln. Einfach himmlisch! Gut, dass wir nur 3 Tage hier sind, sonst wäre ich schon bald kugelrund, wie die Amerikanerin, die uns schräg gegenüber sitzt, und sich mit einer Banane und Omelette zufrieden geben muss.
So gerüstet stürzen wir uns zum Sightseeing ins Gewühl dieser chaotischen Metropole, der lateinamerikanischsten aller ecuadorianischen Städte. Arg viel zu sehen gibt es aber gar nicht. Guayaquil, mit 2,8 Mio. Einwohnern die grösste Stadt von Ecuador und der umschlagsstärkste Hafen der südamerikanischen Pazifikküste, wurde im Lauf der Geschichte ganze 5 Mal von Brandkatastrophen verwüstet. Daher blieb kaum was übrig vom reizvollen Flair aus den vergangenen Zeiten der Kaffee-, Kakao-, Tabak- und Zuckerrohrbarone, die hier ihre herrschaftlichen Anwesen hatten. Heute prägen überwiegend schmucklose Fassaden das Strassenbild.

Seit 2 Jahren wird fleissig an der Verschönerung des Malecón, der mit tropischen Palmen bewachsenen und einem ankernden Segelschulschiff geschmückten Uferpromenade entlang des mächtigen Río Guayas, gearbeitet. Seither hat er sich als Flaniermeile zur meistbesuchten Touristenattraktion der Stadt gemausert.
Gleich gegenüber finde ich am Strassenmarkt endlich eine billige CD mit meinem neuen Lieblingslied, welches in Peru ständig und überall gespielt wurde, das ich aber in Ecuador bisher noch kein einziges Mal gehört habe. Auch die Suche nach den Interpreten blieb lange erfolglos. Mittlerweile wusste ich zwar, von wem es ist, aber eine Cassette war trotzdem nicht aufzutreiben. Die Original-CD wollte ich mir bisher nicht kaufen, da ich unterwegs damit nichts anfangen kann, und auch keine Möglichkeit hatte, sie auf Cassette zu überspielen. Aber hier auf dem Markt, wo ein Musikstand neben dem anderen steht, muss es doch jemand geben, der das für mich erledigen kann. Einem jungen Burschen, der mir eigentlich irgendwelche elektronischen Geräte andrehen möchte, erkläre ich mein Problem, und er bietet mir spontan an, die Cassette bis 17.00 bespielt zu haben. Dazu bräuchte ich ihm lediglich die benötigte Leercassette abzukaufen. Ich zögere nicht lange und willige ein, wohlwissend, dass er sich genausogut mit meiner CD und der Cassette aus dem Staub machen könnte.
Tatsächlich aber winkt er mich gleich herbei, als ich zur verabredeten Uhrzeit wieder vorbeikomme. Er hat die Cassette wirklich fertig, und er will nicht mal die $ 0,50 annehmen, die ich ihm dafür geben möchte. Ich kann es kaum fassen, in diesem Land und vor allem in dieser Stadt, wo man ständig und von allen Seiten angebettelt wird, lehnt er das angebotene Geld strikt ab. Er will lediglich, dass ich eine schöne Erinnerung mit nach Hause nehme. Schön, dass es auch sowas hier durchaus noch gibt!
Genauso erfreut ist Michi wenig später, als er nach bisher unzähligen vergeblichen Versuchen am Bankomaten endlich sein gewünschtes Geld bekommt. Die Freude darüber ist allerdings nur von kurzer Dauer. Denn der Bankomat behält nach abgeschlossenem Vorgang aus unerklärlichen Gründen einfach die Karte ein. Und das am Samstag, wo die Bank geschlossen hat. Michi wird bis Montag warten müssen. Das ist zwar ärgerlich, soll uns aber trotzdem die Saturday-Night-Fever-Laune nicht verderben. Wir wollen heute nämlich ausgehen.
Entgegen der Aussage in unserem Reiseführer, dass man dazu ins entlegene Stadtviertel La Urdesa muss, laufen wir bereits auf der Suche nach was Essbarem im Zentrum an etlichen Lokalen vorbei, aus denen heisse Salsa-Rhythmen erklingen. Das ist äusserst praktisch, so brauchen wir doch nicht mehr weit zu laufen.
Die Auswahl fällt nicht leicht, weniger allerdings wegen des reichhaltigen Angebots als vielmehr, weil sich die meisten Lokale dann doch als zu heruntergekommen herausstellen, oder nicht einmal über eine Tanzfläche verfügen. Schliesslich werden wir doch noch fündig, wir entdecken ein zwar kleines und schlichtes Lokal, aber die Musik und die Stimmung scheinen sehr gut. Hier lassen wir uns nieder, obwohl mir die Tatsache, dass es ausser Bier nichts anderes zu trinken gibt, schon zu denken geben sollte. Aber wir werden sehr freundlich aufgenommen, und auch gleich in erste Gespräche mit unseren Tischnachbarn verwickelt. So fällt mir auch erst später auf, dass ich neben ein paar anderen Mädels, die aber eher hier angestellt zu sein scheinen, das einzige weibliche Wesen im Raum bin. Zunächst stört mich das nicht weiter, im Gegenteil, ich will ja eh nur tanzen, und das kann ich unter diesen Bedingungen natürlich umso mehr. Nur leider befindet sich trotz der reichen Auswahl an Tanzpartnern darunter nicht ein einziger begnadeter Tänzer, und je später der Abend, umso eindeutiger werden ihre Absichten.
Erst wundere ich mich noch, dass die gutaussehende rassige Kolumbianerin bereits seit einer Weile intensiv ausgerechnet mit Michi flirtet und sogar mit ihm tanzt, obwohl er den Salsa-Rhythmus gar nicht beherrscht. Als sie ihm dann anbietet, dass er sie heute Nacht haben könnte, und sogar umsonst, ohne zu zahlen, spätestens da begreife ich, was hier eigentlich abgeht. Die sind alle gar nicht der Musik wegen hier!!
Jetzt ist auch mein Tischnachbar mutig geworden und versucht mich davon zu überzeugen, welch tolle Nacht ich mit ihm haben könnte. Nun, ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, wie er auf diese seltsame Idee kommt, ist er doch viel zu dick, fast einen Kopf kleiner als ich, tanzt nicht sonderlich gut und hat obendrein schon etliche Bierchen zuviel gehabt. Ich versuche mit aller Deutlichkeit, ihm begreiflich zu machen, dass mich nicht einer der Typen hier auch nur im geringsten anmacht, und dass ich heute mit niemand anderem, und erst recht nicht mit ihm nach Hause gehen werde. Aber das geht wohl über seinen etwas beschränkten und einseitig belasteten Horizont, er kann das nicht nachvollziehen. Noch viel weniger kann er aber verstehen, wie Michi die heisse Kolumbianerin verschmähen kann. Das allerdings ist auch mir ein Rätsel.
Wie auch immer, der anfängliche Spass an der Musik vergeht mir unter diesen Umständen ziemlich schnell, und bevor unsere Laune total verdorben ist, verabschieden wir uns von der enttäuschten Kolumbianerin und verlassen den Schuppen beinahe fluchtartig. Wären wir mal doch lieber in die Urdesa gefahren!

02.09.2001
Ein letztes exquisites Frühstück, danach mache ich mich langsam ans Packen. Eigentlich habe ich es überhaupt nicht eilig, das Hotel zu verlassen. Wir sind nicht mal dazu gekommen, die weiteren Angebote des Hotels zu nutzen. Nur die täglich 30 Minuten Gratis-Internet, die im Business-Center jedem Gast zustehen, nehmen wir natürlich in Anspruch. Der Swimming-Pool, die Sauna und dergleichen mehr hingegen bleiben von uns völlig ungenutzt.
Aber die Aussicht auf einen gemütlichen Strand ist auch nicht schlecht. Während Michi sich in der Stadt eine billige Bleibe sucht, mache ich mich schon auf den Weg nach Playas, den Hausstrand der Guayaquilenos, eine gute Autostunde entfernt. Dort verabreden wir uns für morgen.
Nach einer ruhigen Fahrt bei angenehm sommerlichen Temperaturen komme ich in Playas an, wo ich erstmal in der falschen Richtung nach dem im Reiseführer angegebenen Hostal suche. Als ich es schliesslich gefunden habe, stellt sich allerdings heraus, dass es bereits ausgebucht ist. Doch die Leute sind sehr nett und empfehlen mir die Hostería El Delfín, wo es dann auch tatsächlich klappt. Die ist zwar nicht ganz so nobel, aber durchaus gemütlich. Das Haus hat einen direkten Zugang zum Meer, ich hab meinen eigenen Balkon, und auf der Terrasse gibt es ein paar Hängematten, in denen ich den Rest des Nachmittags verbringe.
Sogar am Abend ist es hier noch so warm, dass man keine dicken Bettdecken mehr braucht. Ein leichtes Laken reicht völlig aus, und selbst das eigentlich mehr, um sich vor den lästigen Stechmücken zu schützen.

03.09.2001
Mit Michi bin ich eigentlich im anderen Hostal verabredet. Daher gebe ich gleich nach dem Frühstück draussen auf der Terrasse dort Bescheid, damit man ihm ausrichtet, wo ich denn nun zu finden bin.
Hier habe ich nun endlich auch mal Zeit, mein Gepäck neu zu verteilen. Nachdem wir das Paket bei Sra. Nelly in Riobamba gelassen haben, sind meine Ortlieb-Packtaschen halb leer. Eigentlich müsste ich mein Zelt, das ich inzwischen nicht mehr benutze, dort unterbringen können.
Und tatsächlich, es passt leicht hinein, und schnell hab ich das erledigt. Etwas umständlicher ist da schon die Reparatur des Tankrucksacks. Auf dem Balkon mache ich es mir bequem und in stundenlanger Kleinarbeit nähe ich die neuen Reissverschlüsse ein. Am Ende bin ich selbst von meinem Werk begeistert, der Verschluss funktioniert besser denn je, der Aufwand hat sich gelohnt.
Wie abgesprochen taucht Michi gerade auf, als ich die letzten Stiche fertig mache. Es war wohl nicht ganz leicht, aber er hat seine Karte wieder, und kann nun auch hier entspannen.

04.-05.09.2001
Wir fahren weiter an den nächsten Strand, zunächst nach Salinas, nochmal eine gute Fahrstunde weiter. Hier herrscht zwar etwas mehr Leben als im verschlafenen Playas, aber die modernen Betontürme a la Costa Brava wirken nicht sonderlich einladend. Als wir dann auch in keinem der 3 besten Hotels unterkommen, beschliessen wir, lieber noch etwas weiterzufahren.
Nach weiteren 100 km, meist direkt an der Küste entlang, erreichen wir Montañita, einstmals ecuadorianische Hippie-Hochburg.
Diesem Ruf wird der Ort allerdings auch heute immer noch gerecht, in den durchaus reizvollen Lokalen aus Bambus, Holz und Stroh tummelt sich jede Menge langhaariges und -bärtiges Volk im Schlabberlook mit Häkelkappe. Während Michi sich hier sofort zuhause fühlt, kann ich mit diesem Ambiente nicht sonderlich viel anfangen, und bin daher froh, dass wir etwas abseits dieses Rummels im neuen Pacific South unterkommen. Das Zimmer ist zwar etwas beengt, aber ansonsten ist es sehr gemütlich, davor hängt eine Hängematte, und wir verbringen sowieso mehr Zeit draussen im gepflegten Garten. Obwohl die Sonne sich zu dieser Jahreszeit kaum blicken lässt und am Himmel nicht ein einziger blauer Fleck zu sehen ist, ist es dennoch angenehm warm.


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