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vom 15. Januar 2002

Nach etwas mehr als 3 Wochen fällt der Abschied ziemlich schwer, und ich hoffe, am Ende der Reise zu Francisco zurückkehren zu können. Die Aussicht, den unsicheren Grossstadtdschungel von Bogotá mit all seinen dunklen Gestalten endlich zu verlassen, macht die Abreise etwas leichter, und gegen 10.00 verschwindet Francisco langsam im Rückspiegel.
Die Landschaft nördlich von Bogotá ist weitaus karger und lange nicht so grün wie bisher. Ausgewaschene Erosionsgebiete prägen hier das Altiplano. Das letzte Viertel der heutigen 180 km führt kurvenreich von 4.000 m hinab bis auf die Hälfte davon, und nach gut 3 Stunden erreiche ich problemlos Villa de Leyva, ein 6000-Seelen-Ort der bei Einheimischen und Fremden gleichermassen beliebt ist. Nicht nur wegen seines angenehmen Klimas und seiner reizvollen Umgebung, sondern vor allem seiner sorgfältig restaurierten kolonialen Häuser, Plätze und Strassen wegen.
Über das grobe Kopfsteinpflaster holpere ich über die Plaza Mayor und noch 2 Strassenblöcke weiter bis zum Hotel Mesón de los Virreyes, wo ich für die kommenden beiden Nächte ein gemütliches Zimmer im Kolonialstil bekomme, in dem man sich um Jahrhunderte zurückversetzt fühlt. Es ist noch früh, und es bleibt noch reichlich Zeit, um durch's Dorf zu schlendern. Und selbst nach Einbruch der Dunkelheit kann man hier sorglos und in Gedanken versunken durch die von Laternen schwach erhellten Gassen streifen, ohne um sein Hab und Gut fürchten zu müssen.

Mi., 16.01.2002
Auch die Umgebung von Villa de Leyva ist einen Abstecher wert. Da gibt es zum Beispiel das Fossil, das man etwas ausserhalb des Ortes sehen kann.
Die 6 km über die Schotterpiste hätte ich eigentlich auch leicht mit dem Mopped fahren können, wie ich unterwegs feststelle. Aber was soll's, auch zu Fuss ist der Spaziergang durch die Stille, die nur ab und zu durch exotisches Vogelgezwitscher oder durch ein entferntes Hundebellen unterbrochen wird, ein Genuss. Es ist ziemlich heiss, mein T-Shirt ist schnell nassgeschwitzt. Die beachtlichen Villen, an denen man vorbeikommt, lassen erkennen, dass die Gegend von den wohlhabenderen Kolumbianern gerne für ihre Sommerfrische auserkoren wird.
Entlang der ganzen Strecke gibt es nichts, was auch nur ein bisschen Schatten spenden würde. Überwiegend säumen Kakteen den Weg, und ich komme mir beinahe vor wie in der Wüste.
Doch vor über 100 Mio. Jahren war die Gegend noch mit Wasser bedeckt, weswegen sich hier eine Unmenge von Versteinerungen und Ablagerungen befinden. Und man fand schliesslich dieses Skelett eines 12 m langen und etwa 115 Mio. Jahre alten Riesenkrokodils. Zu dessen Lebzeiten hatte sich die südamerikanische Erdplatte gerade mal 1.000 km von der afrikanischen entfernt, und das innerhalb von 20. Mio. Jahren.
Nochmal 2 km weiter gibt es die Petroglyphen einer astronomischen Station der Muiscas, der einstigen Indios, zu bestaunen. An den senkrecht aufgestellten Steinen lasen sie die Schatten ab und bestimmten auf diese Weise die Jahreszeiten.

Do., 17.01.2002
Statt die 20 km zurückzufahren nach Tunja, nehme ich die unbefestigte Abkürzung nach Arcabuco. Natürlich nicht ohne mir vorher bei der Polizei deren Sicherheit bestätigen zu lassen.
Schon lange habe ich keinen Schotter mehr unter den Rädern gehabt, und die ersten Meter sind richtig ungewohnt, aber allemal angenehmer zu fahren als das alte Kopfsteinpflaster. Zumindest der erste Abschnitt, der noch in hervorragendem Zustand ist. Nach den ersten Kilometern wird es dann schon unwegsamer, abschnittsweise auch ziemlich geröllig. Dennoch, es dauert nicht lange, bis ich mich wieder an diese Art von Strassen gewöhnt habe, und viel zu schnell erreiche ich nach knappen 25 km bereits wieder die Asphaltstrasse.
Sie führt weiter abwärts, und es wird zunehmend heisser, die Vegetation wird tropischer, die Kakteen werden von Palmen abgelöst. San Gil, wo ich kurz nach Mittag nach 180 km tanke, dürfte gerade mal noch auf 1.000 m liegen. Hier biege ich ab nach Barichara, dem angeblich schönsten Dorf Kolumbiens, traumhaft auf einer Bergkuppe gelegen ist.
Wie schon zuletzt in Villa de Leyva komme ich auch hier wieder in einem alten Kolonialhaus unter, dem Hotel Misión Santa Barbara. Schon allein am Bettzeug ist aber zu erkennen, dass hier andere Temperaturen herrschen. Wärmte mich letzte Nacht noch eine feine Daunendecke -zugegebenermassen eine Spur zu warm, aber dennoch durchaus angebracht-, so reicht hier schon ein dünnes Laken aus. Falls es immer noch zu heiss ist, hilft der Ventilator an der Decke aus. Im Garten sorgt tagsüber ein Swimming-Pool für die nötige Erfrischung. Diesen Spass hebe ich mir aber noch für später auf. Erst will ich mir den kleinen, im 18. Jahrhundert gegründeten Ort ansehen. Die weiss-grünen Fassaden der niedrigen Häuser und die schnurgeraden, aus grossen Steinblöcken angelegten Strassen sind sehr gepflegt und strahlen ein einzigartiges, koloniales Flair aus. Man hat mir wirklich nicht zuviel versprochen.

Fr., 18.01.2002
Ich lasse den sonnigen Tag gemütlich angehen, und frühstücke zunächst in aller Ruhe in der kleinen Bäckerei an der Ecke der Plaza. Anschliessend will ich die 8 km hinunterwandern nach Guane. Doch erfahre ich, dass der einzige Bus am Tag erst um 18.00 wieder hochfährt. Daher verschiebe ich die Aktion auf den Nachmittag.
Stattdessen laufe ich zum nahegelegenen Wasserfall, dem Salto del Mico, der aus einer Höhe von 50 m herunterstürzt. Doch schon von weitem kann ich ihn nicht nur hören, sondern auch riechen, und ich habe gar keine Lust mehr, noch weiter vorzudringen zu dem vermutlich von einer Mischung aus Shampoo, Seife und Spülmittel aus dem Dorf schäumenden Rinnsal.
Immerhin, der Aufwand war nicht ganz umsonst: auf dem Rückweg geniesse ich vom Rand der senkrecht abfallenden Felsen aus das Panorama über das gesamte, vom Dschungel überwucherte Tal. Ein beeindruckender Anblick, und ich trete angesichts der Tiefe unter mir doch lieber einen Schritt zurück.
Zurück im Dorf, ist mein T-Shirt schon wieder nassgeschwitzt, weniger wegen der Anstrengung als viel mehr der herrschenden Hitze wegen. Nun kann ich nicht mehr widerstehen, und die nächsten 3 Stunden verbringe ich am und im Pool, bei Salsa-, Mambo- und Vallenato-Klängen aus dem dorfeigenen Radiosender. So lässt es sich aushalten, und fast vergesse ich darüber, dass ich doch auch noch was anderes vorhabe.
Aber es ist noch zeitig genug, und so mache ich mich auf den Weg über den Camino Real, der von den Indios angelegt und vor ein paar Jahren von einem Deutschen rekonstruiert wurde. Der 8 km lange und ganz mit Steinen ausgelegte Weg ist inzwischen Nationalmonument. Er ist allerdings etwas schlecht markiert, denn immer wieder gibt es Abzweige, und die Entscheidung, welcher der rechte Weg ist, fällt nicht immer leicht. Und so kommt es, dass ich offenbar irgendwann, schätzungsweise bereits nach über der Hälfte der Strecke, einen falschen Abzweig nehme. Der Weg wird immer schmaler und schlechter, die Steine werden weniger, und am Ende ist es nur noch ein schmaler Pfad, immer wieder von stacheligem Gestrüpp, an dem ich mir die nackten Beine aufkratze, nahezu überwuchert. Doch ab und zu kann ich die Asphaltstrasse erkennen, allzu abseits kann ich mich also nicht befinden.
Schliesslich kreuzt der Weg zum inzwischen dritten Mal die Strasse. Auf der anderen Seite führt er zwar weiter, aber ich frage doch lieber mal die beiden Einheimischen, die zufällig hier an der Strasse stehen. Sie bestätigen meinen Verdacht, dass ich mich verlaufen habe, und erklären mir, dass mir jetzt nichts anderes mehr übrig bleibt, als die Strasse entlang zu laufen. Hmmm, das ist zwar keine erfreuliche Nachricht, aber ich kann dennoch froh sein, die beiden hier getroffen zu haben, denn ansonsten wäre ich sicher weiter den Pfad hinabgelaufen. Und wer weiss, wo ich dann gelandet wäre, wenn mich nicht vorher schon die Dunkelheit der Nacht eingeholt hätte.
So erreiche ich wohlbehalten nach weiteren 20 Minuten Guane, und mir bleibt gerade noch genug Zeit, eine kurze Runde durch's Dorf zu laufen, und mir anzusehen, wo ich angekommen wäre, wenn ich mich nicht vertan hätte, bevor mich der Bus wieder pünktlich zurückbringt nach Barichara. Trotz des kleinen Missgeschicks war es ein herrlicher Tag!

Sa., 19.01.2002
Schon lange, im Grunde seit der Mechaniker in Quito Hand angelegt hatte, nervt mich das vordere Bremskabel, weil es seither das Kabel des Choke etwas unglücklich abklemmte. Heute hab ich nun endgültig die Nase voll, und mache mich endlich selbst daran, dem Abhilfe zu verschaffen. Geht ganz leicht, und ist innerhalb von 2 Minuten erledigt. Violeta springt auch nach wie vor gut an, und siehe da, womit ich nun überhaupt nicht gerechnet hätte, auf einmal funktioniert auch der Drehzahlmesser wieder. Was das mit meiner Frickelei zu tun haben soll, kann ich mir zwar nicht erklären, es kann mir aber nur recht sein.
Stattdessen funktioniert jetzt der seit Calama/Chile treu dienende Fahrradtacho nicht mehr. Äusserst unangenehm, das kann ich so nicht lassen, und halte nach wenigen Kilometern an. Zum Glück hat sich nur der Sensor etwas verschoben gehabt, also ist auch dieses Übel schnell beseitigt. Doch, wenn ich schon dabei bin, da fällt mir ein, ich könnte auch mal wieder nach dem Ölstand schauen...
Weia, das war ja wohl höchste Eisenbahn, im Sichtfenster ist nichts mehr zu erkennen!! Zum Glück ist es nicht weit bis zur nächsten Tankstelle, wo ich gleich einen ganzen Liter nachkippe. Nun ist wieder alles in Ordnung, und ich kann beruhigt die Weiterfahrt antreten, meine vorerst letzte Etappe auf kolumbianischem Territorium. Es ist ein angenehm warmer Sonnentag, die Fahrt geht durch eine grandiose Berglandschaft. Die fast senkrecht abfallenden Felswände erinnern schon ein wenig an die venezolanischen Tafelberge. Immer wieder geht es eng am schroffen, tiefen Abgrund entlang, zunächst blickt man von oben hinab in den imposanten Cañon del Chicamocha, in unzähligen Kurven und Bögen schlängelt man sich dann hinab, bis man schliesslich unten angekommen durch die Schlucht am Fluss entlangfährt. Natürlich wechselt mit dem Höhenunterschied auch wieder die Vegetation. Von gar nicht vorhanden bis tropisch ist das ganze Spektrum vorhanden.
Nachdem ich Bucaramanga, eine geschäftige Provinzmetropole mit über 300.000 Einwohnern, erfolgreich und ohne mich auch nur ein einziges Mal zu verfahren -was bei dieser Grösse von Stadt gar nicht so selbverständlich ist-, durchquert habe, geht es erneut in wilden Kurven den Berg hinauf.
Doch was ist das?! Bei km 12 beginnt auf einmal der Lenker zu schlenkern. Seltsam, ob es wohl am Zustand der unebenen Strasse liegt? Nein, kann nicht sein, dazu ist das Eiern zu gleichmässig, und zu lange andauernd. Ausserdem wird es immer schlimmer, ich kann kaum noch geradeaus fahren. Ob jetzt wohl doch das Radlager im Arsch ist? Ich muss anhalten, um nach dem Rechten zu sehen. Und bin richtig erleichtert, als ich dabei feststelle, dass es sich 'nur' um einen platten Reifen handelt.
Aber auch dem muss irgendwie abgeholfen werden. Hmmm, was mach ich denn jetzt bloss? Reifenspray habe ich schon lange keines mehr dabei. Jedenfalls, als erstes muss ich von der Strasse, denn hier stehe ich doch etwas ungünstig.
Zum Glück bin ich ausgerechnet am einzigen Haus weit und breit liegengeblieben, und -welch ein Segen-, es hat auch noch einen betonierten Vorplatz, gerade breit genug, um Violeta darauf abzustellen. Ich bin noch am Rangieren, da versammelt sich auch schon die gesamte Familie neugierig in der Haustür. Sie können mir mit einem Holzschemel aushelfen, um Violeta aufzubocken. Und der Opa hilft beim Radausbau, ohne ihn hätte ich alleine die Schraube der Achse wohl nicht lösen können.
Er schickt mich 3 km zurück, da gäbe es eine Werkstatt. Also gut, ich stelle mich mit dem Rad an die Strasse. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als der Familie Violeta mitsamt Gepäck anzuvertrauen.
Als erstes hält ein Mofa, und es stellt sich heraus, dass es der aus der Werkstatt ist. Er hat aber jetzt keine Zeit, sich um mein Problem zu kümmern, kann mich allerdings zur nächsten Werkstatt in der anderen Richtung bringen. Auch gut, natürlich bin ich einverstanden, sitze auf, und wir tuckern auf dem 70-er Mofa langsam den Berg hinauf.
Die Werkstatt hätte ich als solche wahrscheinlich gar nicht erkannt. Sie besteht aus einem kleinen Holzverschlag, der kaum die Bezeichnung 'Schuppen' verdient, davor liegt ein alter Reifen, der als Unterlage dient. Seit 2 Tagen gibt es keinen Strom, und es gibt auch keinen Wassertrog, um nach dem Loch im Schlauch suchen zu können.
Trotzdem entdecken wir zwei Löcher, und ich kann nur hoffen, dass es wirklich die einzigen sind. Sie sind schnell geflickt, ich bin um $ 3.000,- (DM 3) ärmer, aber gar nicht so sicher, dass das wirklich auf Dauer halten soll. Mal sehen, wie weit ich damit komme.
Derselbe Mofafahrer, der angeblich keine Zeit hatte, um selber den Schlauch in seiner eigenen Werkstatt zu reparieren, hatte aber durchaus Zeit genug, solange auf mich zu warten, um mich jetzt auch wieder zurückzubringen, und mir auch noch beim Einbau des Rades zu helfen. Ich nehme an, er hatte gerade keine Lust auf Arbeit.
Beinahe 2 Stunden habe ich insgesamt verloren, und muss mich daher nun doch etwas sputen, denn bis Pamplona sollen es noch 3 Stunden sein. Demnach also eine kurvige Angelegenheit, da es eigentlich nur noch etwa 100 km sind. Wie auch immer, unterwegs hole ich meinen Taxifahrer wieder ein, und er gibt mir Zeichen, anzuhalten, und lädt mich noch auf einen Kaffee ein. Das kann ich natürlich nicht ablehnen.
Danach, als ich endlich weiterkomme, schraubt sich tatsächlich die Strasse unaufhörlich weiter hinauf. Ich habe zwar keinen Höhenmesser dabei, aber aufgrund der fehlenden Vegetation, der Kälte und auch aufgrund der Farbeinteilung auf meiner Landkarte, dürfte ich mich auf über 3.000 m befinden. Die Landschaft erinnert auch leicht an das chilenische Altiplano, das ich -mann, ist das lange her- vor ein paar Monaten durchquert habe.
Ich bin noch ganz in Gedanken versunken, als ich auf einmal auf Reserve schalten muss. Auch das noch. Ausgerechnet hier oben, wo es mal wieder überhaupt nichts gibt! Mittlerweile geht es auf grosser Höhe kilometerweit flach dahin, ohne jegliche Zivilisation. Doch, da, am Horizont, ein Dorf. Und tatsächlich bekomme ich hier auch Benzin, aus dem Fass, und vermutlich völlig überteuert. Das ist aber momentan und unter diesen Umständen natürlich nebensächlich.
Ab hier geht es nun auch endlich wieder abwärts. Obwohl ich den ganzen Tag bisher doch sehr genossen habe, bin ich mittlerweile doch froh, wenn ich endlich ankomme. Schon den ganzen Tag plagen mich Zahnschmerzen, inzwischen auch die Kälte, ich hab Hunger und ich werde müde, meine Konzentration lässt nach.
Endlich, um 16.45 stehe ich an der Plaza von Pamplona. Zum Glück brauche ich auch nicht lange zu suchen, und kann direkt hier an der Plaza im Hotel Imperial bleiben. Es ist zwar nicht so luxuriös wie die letzten beiden, aber es hat ein eigenes Bad und Fernseher, und Violeta kann im Eingang stehenbleiben. Was will ich mehr?

So., 20.01.2002
Ich will heute früh los, denn wer weiss schon, wielange ich an der Grenze aufgehalten werde. Daher bin ich eigentlich um 8.00 schon startklar, ich nehme nur noch schnell einen Happen in der Cafetería gleich nebenan zu mir.
Erstaunlich, wie schnell sich hier das Wetter ändern kann. Gestern brannte noch die Sonne an wolkenlosem Himmel, heute nieselt es, als ich eine halbe Stunde später losfahre. Obwohl es ziemlich trüb und düster aussieht, bleibt es aber zum Glück trocken.
Es geht zwar immer noch durch's tropische Gebirge, aber ich komme dennoch zügig voran, und kurz nach 10.00 bin ich nach knapp 90 km an der Grenze. Zunächst fahre ich am kolumbianischen Büro vorbei und lande gleich auf venezolanischer Seite. Also wieder zurück, über die Brücke und dann gleich rechts, wie mir einer der netten Beamten erklärt.
Getrost kann ich das Mopped unbeaufsichtigt am Eingang stehen lassen, es ist recht ruhig hier. Vor mir ist nur eine Familie, es geht also recht flott voran. Auch ich bekomme ohne weiteres meinen Ausreisestempel, schliesslich läuft mein 60-tägiges Visum erst morgen ab.
Nun muss ich nur noch das Papier, das ich bei der Einreise für Violeta bekommen habe, bei der D.A.S. abgeben, wo ich sowieso vorbei muss. Das war's, man wünscht mir weiterhin eine gute Reise, und nun kann ich auch offiziell ausreisen. Gerade rechtzeitig, wo heute die Vereinbarung zwischen Regierung und Guerrilla über die entmilitarisierte Zone abläuft. Wer weiss, was nun passieren wird. Da bin ich für die nächste Zeit doch lieber beim Nachbarn Venezuela zu Besuch...


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