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vom 12. Januar 2001

Saltos Petrohue

Saltos Petrohue

unfreiwillige Begegnung...

...mit Mutter Erde

Inti-Illimani

Zimmer mit Aussicht...

...auf die Vulkane

eiskalte und dennoch heisse Nächte

Fähre nach Chiloe

trautes Heim in Ancud

Inselausblick

Fuerte San Sebastian

am Hafen von Achao

Santa Maria in Achao

Castros Kirche von aussen...

...und von innen

die Palafitos von Castro

auf der Fähre nach Chaiten

Weiter geht's Richtung Süden an den nächsten See. Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und hat einiges zu bieten. Am Anfang fahre ich auf gutem Schotter immer nur einer Staubwolke hinterher, durch die ich je nach Windrichtung ab und zu schwach Gerhards Silhouette erkennen kann. Dann wird der Schotter plötzlich ziemlich lose, äusserst unangenehm. Ein paar Mal krieg ich rechtes Herzklopfen und kämpfe mit Violeta, wenn sie unerwartet zu schlingern beginnt und mich damit fast in den Strassengraben befördert, oder wenn eine Kurve enger wird als mir eigentlich lieb ist. Das ist wohl ein erster Vorgeschmack auf das, was uns auf der Ruta 40 in Argentinien erwartet, die soll angeblich auch so sein.
Am Lago Llanquihue entlang haben wir ein paar km Asphalt mit schönen Kurven zum Üben, wobei ich glaube, dass das bei mir hoffnungslos ist. Die Sackgasse hoch nach Petrohue wiederum ist eine Lehmpiste, in nassem Zustand wahrscheinlich ziemlich glitschig, aber das bleibt uns heut zum Glück erspart.
In Petrohue schauen wir uns die Wasserfälle an. Vor ein paar Jahren war ich schon mal hier, damals allerdings bei Regen. Heute haben wir mehr Glück, es scheint die Sonne. Nur die Vulkankegel sind leider noch unter Wolken.
Unsere Siesta wollen wir irgendwo am Fluss halten. Michi führt uns einen ziemlich sandigen Abzweig hinunter, auf dem Violeta mal wieder ins straucheln kommt, aber ich habe sie noch im Griff. Beim Hochfahren werd ich hier aufpassen müssen.
Lange halten wir es da am Wasser nicht aus. Die in einem unserer Reiseführer als 'Horseflies' bezeichneten riesigen Bremsen sind extrem lästig und schlagen uns schnell in die Flucht. Gerhard ist als erster startbereit und fährt langsam voraus. Ich kämpfe erst noch, um Violeta wieder aus ihrer Parkposition zu buddeln, dann geht's los, voll konzentriert. Das erste Stück geht noch ganz gut, aber dann,... oh oh , Violeta schlägt aus, ein paar Mal kann ich sie noch abfangen, fast hab ich's schon geschafft, aber dann passiert es doch...sie wirft mich ab. Da lieg ich nun im Sand, mit einem Bein unterm Gepäck, und komm nicht raus. Naja, zugegeben, ich versuch das auch nur ziemlich unmotiviert, denn Michi ist noch hinter mir, und kommt sicher bald. Mit seiner Hilfe komme ich wieder auf die Füsse. Wieder ist nichts weiter passiert, es hat mir nur den Tankrucksack ziemlich mit Benzin vollgesogen. Ansonsten hat das Ganze nur Zeit gekostet, aber davon haben wir ja genug, nur Gerhard wird in der Zwischenzeit unruhig und wundert sich, wo wir so lange bleiben.
Der restliche Weg am See entlang ist komplett asphaltiert. In Puerto Varas angekommen, fühlen wir uns fast wie in Deutschland. Überwiegend haben die Strassen hier deutsche Namen, und von überall her hört man deutsche Stimmen. Sogar die Feuerwehr heisst hier 'Feuerwehrkompanie'. Der einzige Campingplatz im Ort erscheint uns zu teuer, und wir fahren weiter bis Llanquihue. Auf der Suche nach den auf den Karten eingezeichneten Plätzen enden wir zunächst in einer Sackgasse am Strand und müsssen wenden. Michi entscheidet sich für die Abkürzung über die Baustelle. Na gut, meinetwegen, sieht ganz gut befahrbar aus, also hinterher. Aber oh je, eine riesige Stufe am Ende, nein nein, nie im Leben fahr ich da hoch!! Immerhin, da rechts liegt ein Brett als Rampe, ziemlich schmal zwar, und ich muss es auch noch schräg anfahren, aber könnte gehen. Ok, tief Luft holen und los! Und siehe da, alles geht!! Das reicht aber nun für heute, nur gut dass wir auch gleich den Campingplatz finden. Wieder wunderbar am See gelegen, diesmal sogar ohne Gatter dazwischen, und mit Blick auf die beiden Vulkane, wenn sie nicht gerade von Wolken verschlungen werden.
Hier ist nun das erste Schrauber-Event angesagt, denn bei Violeta war seit heut morgen die gesamte Elektrik ausgefallen. Ich hab den Bösewicht schnell gefunden, ein Stecker hatte sich gelöst.
In der Touristen-Info hatten wir erfahren, dass es heut abend ein Konzert von Inti-Illimani gibt. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen, auch wenn wir dazu wieder die paar km zurück müssen nach Puerto Varas. Gerhard nimmt mich als Sozia auf seiner XT mit. Fein, dann brauch ich nachher nicht im Dunkeln fahren. Gerhard ist mein Freund! Bei Michi, der mich mit seinen Kapriolen ständig in irgendwelche verzwickten Situationen bringt, muss ich mir das noch schwer überlegen.
Die Zeit reicht gerade noch zum Fischessen, dann müssen wir uns schon beeilen, um uns im alten Casino noch einen guten Platz zu sichern. Das Konzert ist wirklich gelungen, die Musik geht richtig unter die Haut, und reisst uns alle von den Stühlen.

13.01.2001
Ein zwar kurzer Schauer um 6.00 früh lässt trotzdem nichts Gutes ahnen. Und tatsächlich, während wir noch genüsslich beim Frühstück hocken, prasselt auf einmal wieder der Regen auf uns nieder. Optimistisch harren wir eine Weile aus, aber irgendwann geben wir die Hoffnung auf, dass es sich wieder nur um einen kurzen Schauer handelt. Gerhard zieht sich in sein Zelt zurück, Michi und ich schlüpfen im zum Campingplatz zugehörigen Lokal unter. Eine optimale Gelegenheit, um ausgiebig an der Homepage zu arbeiten.
Als gegen Mittag sich die Sonne wieder blicken lässt, fahren Michi und Gerhard ins 30 km entfernte Frutillar zum Museum der deutschen Einwanderer. Von meinem Besuch vor ein paar Jahren weiss ich noch, dass es echt sehenswert ist, aber ich kenne es halt schon, daher bleibe ich lieber da und arbeite weiter.
Um mich wenigstens noch ein bisschen zu bewegen heute, übe ich am Nachmittag noch ein bisschen das Anschieben von Violeta. Und siehe da, es funktioniert!! Ich bekomme sie tatsächlich ohne fremde Hilfe angeschoben! Ich ganz alleine!! Woowww!! Also doch noch ein Erfolgserlebnis heute!

14.01.2001
Wir fahren nach Puerto Montt, unserem Basislager für die Organisation der nächsten Tage, denn von hier aus fahren die diversen Fähren, die wir brauchen werden. Das muss richtig koordiniert werden, denn ab morgen trennen sich zum ersten Mal unsere Wege. Gerhard und ich wollen auf die Insel Chiloe. Michi will diese auslassen, seltsam, der wahre Grund dafür wird uns wohl immer ein Rätsel bleiben, wahrscheinlich zieht er es vor, seinem sportlichen Ehrgeiz endlich richtig nachzukommen statt sich etwas Kultur zu geben. Jedenfalls will er über die Carretera Austral nach Chaiten, wo wir uns wieder treffen wollen. Wir brauchen also sowohl die Fahrpläne für Michis Fähren von La Arena und Hornopiren, als auch unsere Überfahrt auf die Insel, und nachher von Quellón nach Chaiten. Viel ausrichten können wir allerdings nicht, denn es ist Sonntag. Wir begnügen uns mit einer groben Übersicht über die Termine, und schliessen dem eine Stadtbesichtigung an. Immerhin, es gibt hier jede Menge I-Cafés, und endlich funktioniert das Update der Homepage mal so, wie ich mir das vorstelle.

15.01.2001
Nach Puerto Montt fahren wir noch zusammen, um die Sache mit den Tickets endgültig zu regeln. Es stellt sich heraus, dass Michis Fähre von Hornopiren ausgerechnet montags nicht fährt, er kann dort erst morgen wieder übersetzen. Halb so schlimm, er wird sich schon was einfallen lassen, wie er die Zeit bis dahin verbringt.
Auf die Insel Chiloe herrscht ständiger Fährverkehr, eventuelle Wartezeiten aufgrund der Ferienzeit dürften für uns mit den Moppeds kein Problem sein, viel eher könnten wir durch angekündigte Blockaden von protestierenden Fischern aufgehalten werden.
Von Quellón nach Chaiten haben wir eine Verbindung am Donnerstag Abend, gegen Mitternacht wird sie ablegen und morgens früh ankommen. Ok, soweit haben wir also alles geregelt. Nun wollen wir auch noch gleich die Tickets zur Laguna San Rafael für Gerhard und Michi. Ich kann mit dem Geschäftsführer, Don Reinaldo Alfonso, sprechen, und wir bekommen die Tickets gesponsert. Eigentlich dachte ich zwar, in Coyhaique auf die beiden zu warten, denn ich hatte die Schiffsfahrt schon mal gemacht, und DM 400.- sind einfach zuviel, um nochmal mitzufahren. Aber wenn wir schon gratis mitkönnen, dann fahre ich doch gerne auch nochmal mit. Cool!! Das Schiff Evangelistas der Gesellschaft Navimag (s. Link) wird am 24.01. in Chacabuco ablegen. Das sollte leicht zu schaffen sein, selbst bei widrigen Wetterbedingungen.
Endlich kann's losgehen. Gerhard und ich fahren Richtung Pargua, unserem Hafen auf der Festlandseite, und lassen Michi zurück. Wenn alles gutgeht, treffen wir uns am Freitag wieder auf dem Campingplatz von Chaiten.
Von den Fischerprotesten ist Gott sei Dank nichts mehr zu spüren, aber kaum sind wir auf der Fähre, fängt es schon wieder zu regnen an, obwohl wir bisher den ganzen Tag Sonnenschein hatten und im T-Shirt rumgelaufen sind. Auf der Insel angekommen, fahren wir die 30 km bis Ancud im Regen. Gerhard und ich sind uns einig, dass wir uns nach der Ersparnis der Schiffahrten leicht den Luxus einer Cabaña gönnen können. Wir lassen es uns so richtig gutgehen, heizen ordentlich ein, und bedauern Michi, der sicher irgendwo im Nassen zeltet.

16.01.2001
Wir beginnen den Tag mit einer Ortsbesichtigung bei bewölktem Himmel. Von einem Aussichtspunkt etwas über der Stadt sieht man über die ganze Küste. Von den spanischen Festungen San Sebastian ist bloss leider nicht viel übriggeblieben.
Wir wollen weiter zum etwa 30 km entfernten Leuchtturm 'Faro Corona' an der nördlichsten Spitze der Insel. Dass es uns mächtig durchschüttelt, bezeugt schon die Tatsache, dass ich auf dem Rückweg irgendwo mein Zelt verliere. Das merke ich allerdings erst, als wir wieder zurück sind und an der Tankstelle in Ancud stehen. Gerhard, der nun mal schneller ist als ich, fährt zurück und macht sich auf die Suche. Bangend warte ich eine knappe Stunde im Ort, bis er endlich wieder auftaucht. Wird er es wohl gefunden haben? Hat er den gelben Sack bei sich?? Langsam kommt er näher...aber es ist nichts zu erkennen...scheisse!...oder etwa doch? Da ist was gelbes,..ist es mein Zelt??...Es ist mein Zelt!! Wahnsinn!! Gerhard ist nochmal bis fast ans Ende zum Leuchtturm gefahren, und gefunden hat es ein Busfahrer, der uns schon bei der Rückfahrt begegnet war, und der nun Gerhard mit der Lichthupe Zeichen gibt. Da hab ich ja nochmal Glück gehabt!! Künftig werd ich besser aufpassen müssen, und werde mir am besten doch elastische Spanngurte besorgen. So gut Michis Konstruktion auch sein mag, für mich taugt sie einfach nicht, weil ich diese Gurte nicht fest genug zurren kann.
Nach diesem Schreck haben wir uns unser Mittagessen aber redlich verdient. Am örtlichen Markt gibt es reichlich Fisch -was sonst-, und endlich bekomme ich meinen Lachs, auf den ich mich schon die ganze Zeit freue. In der Zwischenzeit passen draussen die Strassenjungs auf die Moppeds auf. Und Michis Fähre legt gleich ab. Ob er sie wohl erwischt hat?
Von Ancud aus fahren wir jetzt querfeldein nach Quemchi, und weiter nach Dalcahue, insgesamt nochmal knappe 100 km. Die Strecke ist ein bissl enttäuschend, zumindest nach dem, was wir im Reiseführer gelesen haben. Das mag allerdings am Wetter liegen, das sich zwar wieder beruhigt hat, aber immer noch nicht wieder so richtig schön ist.
In Dalcahue, einem kleinen verschlafenen Fischernest, bleiben wir am einzigen Campingplatz, der zwar sehr einfach ist, dafür aber auch sehr günstig, etwas abseits der Strasse, und von da oben sogar mit Blick aufs Meer.
Wir nutzen die Gelegenheit, ohne unseren Frischgemüsefanatiker Michi unterwegs zu sein, und mal wieder richtig ungesundes Fast-Food schlemmen zu können. Es gibt mein Standardgericht, Nudeln in Tomaten-Sahne-Sauce, verfeinert mit Erbsen aus der Dose. Köstlich!! In Ermangelung eines wärmenden Lagerfeuers machen wir die zweite Hälfte des Liters Rotwein zu Glühwein. Da wir leider nicht mehr Wein vorrätig haben, ziehe ich mich noch vor Sonnenuntergang in meinen warmen Schlafsack ins wiedergefundene Zelt zurück.

17.01.2001
Strahlend blauer Himmel, herrlicher Sonnenschein. Dass ich das noch erleben darf!!
Auf unserem Programm steht heute die Insel Quinchao. Wieder können wir ohne Wartezeit auf die Fähre auffahren, und sie legt auch gleich ab. Oder doch nicht? Sie fährt wieder zurück an Land, es ist nochmal ein Auto gekommen. Jetzt dann aber! Sie legt wieder ab, allerdings nur, um erneut zurückzufahren, denn wieder will noch jemand mit.
Bis Achao ist der Weg asphaltiert. Macht aber nichts, denn die Landschaft mit ihren Ausblicken auf's Meer und über die Inselwelt ist auch so überwältigend.
Der Ort selbst gibt ausser seiner für die Insel typische Holzkirche sonst nicht viel her. Aber selbst mir, wo ich mit Kirchen nicht sehr viel am Hut habe, gefallen diese Holzbauten sehr gut, vor allem von innen, wo sie sehr viel Wärme ausstrahlen.
Die restlichen 20 km Schotter werden mit weiteren Verlusten quittiert. Diesmal fehlt mein vorderer rechter Blinker und das Ölkännchen für die Kette. Auch auf dem Rückweg -nach einer Siesta in der Sonne am Strand an der Spitze der Insel- ist keine Spur davon zu finden. Diesen Verlust kann ich aber leicht verschmerzen. Wer braucht hier schon einen Blinker, der hinten links fehlt eh schon länger, und Öl gibts überall zu DM 1,20.
Die Rückfahrt mit der Fähre klappt diesmal nicht so gut. Wir werden wieder von der Fähre zurück aufs Land geschickt, denn wir sollen erst als letzte kurz vor dem Ablegen auffahren. Das zwingt mich zu einem unangenehmen und anstrengenden Wendemanöver im tiefen Sand. Damit nicht genug. Beim Verlassen der Fähre streikt Violeta mal wieder, ich muss sie von Bord schieben. Der Hang ist hier ziemlich schräg, in dieser Position haue ich mir beim Kicken den Fuss richtig heftig an der Raste an. Damit habe ich für heute erstmal genug. So sehr, dass ich mich sogar fast mit dem ersten Campingplatz zufrieden gebe, den wir uns kurz hinter Castro, dem Herzen von Chiloe, anschauen. Aber diese Gegend ist reich gesegnet mit Campingplätzen, und so raffe ich mich ein letztes Mal auf, auf der Suche nach einem schöneren. Der zweite Versuch ist ein Volltreffer, die Anlage 'El Chilote' ist echt schön hergerichtet und gut gepflegt, ausserdem gibts am Abend Holz fürs Feuer. Hier bleiben wir.
Nachdem die Zelte aufgestellt sind, fahren wir wieder los zurück nach Castro, wo wir uns die berühmte orange-lilane Kirche und die Palafitos anschauen. Ausserdem wird es höchste Zeit, uns nach einem Geburtstagsgeschenk für Michi umzuschauen. Auf dem Handwerksmarkt werden wir fündig: eine handgestrickte Mütze und Handschuhe aus der typisch chilotischen Wolle, ausserdem lassen wir ein Lederarmband mit der Aufschrift 'Oveja Negra' prägen.
Schliesslich treibt uns der Hunger zurück nach Hause. Es gibt heute Würschtl mit Pellkartoffeln, im Lagerfeuer gegrillt. Die Idee mit dem Glühwein war so genial, dass wir das gleich nochmal wiederholen.
Michi hatte heute sicher seinen ersten Test über die Grenze, denn er will in Futaleufu nach Argentinien. Wir sind schon neugierig, wie es ihm dabei ergangen ist.

18.01.2001
Der letzte Tag auf der Insel. Uns bleibt zur Auswahl entweder der Parque Nacional oder die Fahrt nach Queilen, ca. 45 km entfernt an der Spitze einer Halbinsel gelegen. Wir entscheiden uns für letzteres und werden nicht enttäuscht. Die Aussichten aufs Meer sind zwar nicht mehr so toll, durch den dichten Wald sieht man nicht weit, dafür ist aber die Strecke umso schöner zu fahren. Leichter Schotter zieht sich über langgezogene Hügel dahin, ein ständiges Auf und Ab wie auf der Achterbahn.
Ein zweites Mal verliere ich fast mein Zelt, nur diesmal bin ich aufmerksamer, die ganze Zeit schon beobachte ich es im Rückspiegel, und merke es daher rechtzeitig.
An unserem Endziel in Quellón angekommen, kümmern wir uns als erstes um die Überfahrt mit der Fähre. Wir erfahren, dass sie wegen schlechten Wetters im Süden Verspätung hat. Irgendwann zwischen 24.00 und 3.00 wird sie wohl ablegen, genau wird man es uns aber erst gegen 22.00 sagen können. Weia, das klingt nicht gut!
Erstmal gehen wir was essen, schauen uns dann den Ort an, und ich besorge mir Spanngurte. Irgendwann haben wir alles gesehen, haben selbst das örtliche Museum besucht, und langsam wird's auch frisch draussen. Wir kehren also wieder ein.
Man bestätigt uns schliesslich, dass die Fähre erst kurz nach 3.00 ablegen wird. Puhh, das wird eine lange Nacht! Wir unterhalten uns mit der argentinischen Familie am Nebentisch, bis kurz nach Mitternacht das Lokal schliesst und wir wieder draussen auf der Strasse stehen. Hier geht es aber richtig lebendig zu, da sind noch mehr Fahrzeuge, die auf die Fähre warten. Ein paar Studenten aus Santiago bieten uns von ihrem Wein und der Piscola an, so vergeht die Zeit doch noch recht schnell. Um 3.30 legen wir schliesslich ab.
An Bord ist sogar Platz genug, dass jeder eine Sitzbank für sich alleine haben und sich ausbreiten kann. So können wir doch noch wenigstens ein paar Stunden schlafen.


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