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vom 27. März 2001

der Strand von Mar del Plata

die Fischer im Hafen...

...und die Seelöwen...

...die auf Beute warten

einer allein...

... oder eine ganze Kolonie

unser Strand

das Che Lagarto von aussen...

...und von innen

unsere Terrasse

am Strand

unterm Sonnenschirm

Daniel bei der Arbeit...

...an Michis Motor

Pause mit Mate

Abschied

Man sollte denken, wir hätten Zeit genug, denn erst um 11.00 fährt der Bus. Trotzdem wird es auf einmal ziemlich knapp, zu lange haben wir noch beim Frühstück getratscht. Es hilft aber nichts, wir müssen Abschied nehmen, und wie schon damals in Santiago fällt das auch diesmal ziemlich schwer. Ein letztes Mal drehe ich mich noch herum und winke Alberto und Amneris zu, dann müssen uns nun schon ganz schön beeilen. Fast gleichzeitig mit dem Bus laufen wir schliesslich am Bahnhof ein.
Mar del Plata liegt etwa 400 km südlich von Buenos Aires an der Atlantikküste. Der Bus braucht dazu 5,5 Stunden, und pünktlich gegen 16.30 kommen wir an. Als wir erkennen, wie gross diese Stadt tatsächlich ist, machen wir uns doch etwas Gedanken, wie wir wohl am besten eine günstige Unterkunft finden werden. Ob der Bahnhof wohl zentral liegt, und ob es wohl gleich dort eine Turi-Info geben wird?
Aber wir haben Glück. Gleich als wir aussteigen, spricht uns der Besitzer einer Jugendherberge an, der eigentlich 2 andere Leute abholen kommt. Aber für uns hat er natürlich auch noch Platz, ist auch bereit, uns Rabatt zu geben, nimmt uns sogar im Auto mit, und auf dem Weg dorthin bekommen wir auch gleich noch eine kommentierte Stadtrundfahrt. Das klappt ja wunderbar, was wollen wir mehr?!
Es kommt sogar noch besser. Wir bekommen ein grosses, voll mit Holz verkleidetes und doppelstöckiges Zimmer mit eigenem Bad, kleiner Küche und Terasse im Innenhof. Woww!! Hier kann man es aushalten, hier bleiben wir jetzt mindestens 5 Wochen! Zum Strand ist es auch nicht weit, gerade mal 3 Strassenblöcke weiter.
Zum Baden ist es heute zwar schon zu spät, aber für einen Strandspaziergang reicht es allemal. Wir sind angenehm überrascht von dieser riesigen Stadt, sie gefällt uns ausgesprochen gut. Hier kann man es aushalten. Am Casino vorbei kommen wir bis ins Zentrum, hier ist noch richtig was los, Strassenmusiker sorgen für Stimmung. In der geschäftigen Fussgängerzone, durch die wir auf dem Heimweg ziehen, werde ich noch fündig und bekomme endlich den Sonnenhut, den ich schon suche, seit wir in Trelew hängengeblieben sind. Nur ein paar Läden weiter entdecke ich auch noch die Trekkingsandalen, die meine alten ersetzen könnten, deren Ende schon seit langem naht. Auch Michi, der inzwischen wohl eingesehen hat, dass ein einziges paar Wanderschuhe doch arg spartanisch ist, findet Gefallen daran und kauft sich die gleichen in rot. Wir lassen sie gleich an für den Rest des Weges, es läuft sich darin doch weitaus angenehmer bei diesen sommerlichen Temperaturen.

28.03.2001
Das Frühstück ist hier im Che Lagarto (s. Link) inklusive und noch dazu reichlich. Wie für eine grosse Familie ist in der Küche der Tisch für alle gedeckt, richtig zum Wohlfühlen. Nur die Australierin ist etwas nervig, sie redet wie ein Wasserfall, genauer gesagt, wie die Wasserfälle von Iguazú. Wir flüchten so schnell wie möglich.
Am Strand geht es jetzt am späten Vormittag schon lebendiger zu als gestern abend. Im Wasser tummeln sich die Wellenreiter, im Sand geniessen die Leute die wahrscheinlich letzten warmen Sonnentage. Die Saison ist längst vorbei, und nur an den riesigen Strandanlagen mit den aneinandergereihten Sonnenzelten und -schirmen kann man noch erahnen, wie es hier wohl im Sommer zugeht. Das muss total schrecklich sein, wenn fast ganz Buenos Aires einfällt, um den Sommerurlaub hier zu verbringen. Aber um diese Jahreszeit ist es hier wirklich angenehm. Wir laufen genüsslich die Strandpromenade entlang bis ins Zentrum, dort nehmen wir den Bus, der uns zum Hafen bringt.
Hier können wir beobachten, wie die Fischer auf ihren bunten Booten den am Morgen gefangenen Fisch abladen, und wie die Seelöwen um die Boote herum lauern und darauf warten, dass auch für sie was abfällt.
In einer anderen Ecke des Hafens kann man ihre Kolonie besuchen, wo auch sie faul am Strand liegen und sich in der Sonne aalen. Man sollte allerdings am besten ein parfümiertes Taschentuch dabei haben, denn es riecht hier schon ziemlich streng.
Bevor es auch uns endgültig ans Wasser zieht, gehen wir noch im Hafen zum Fischessen, und wir lernen die Cornalitos, etwa 5 cm grosse, fritierte Mini-Fische kennen. Gar nicht schlecht!
Der 8 km lange Weg zurück zieht sich ganz schön. Wir promenieren also so an der Costanera, der Küstenstrasse entlang, nichtsahnend, als auf einmal Gerhard auf seinem Mopped auf uns zu- und an uns vorbeizischt. Er erkennt uns aber nicht, was sicher an unserer neuen, gestern zugelegten Sommergarderobe liegt. Bestimmt ist er auf dem Weg nach Buenos Aires und gönnt sich auch noch ein paar Tage Sonne und Meer, bevor der Sommer hier endgültig vorbei ist.
Fast schon zu spät erreichen wir schliesslich 'unseren' Strand, gerade noch eine halbe Stunde bleibt uns die Sonne erhalten. Den restlichen Abend verbringen wir zuhause im Che Lagarto auf unserer Terasse.

29.03.2001
Heute nutzen wir das herrliche Wetter und legen einen Badetag ein. Den ganzen Nachmittag verbringen wir am Strand, und ich hole mir doch tatsächlich sogar einen leichten Sonnenbrand.
Um 16.00 ist in Trelew die Mittagspause vorbei, und wir telefonieren mit Daniel. Wir sind schon neugierig, was er zu berichten hat. Wie kaum anders zu erwarten war, ist er aber immer noch nicht viel weiter. Das bestellte Zahnrad konnte noch nicht aus dem Zoll geholt werden, wahrscheinlich wird er es erst am Montag bekommen. Daher wird er das Motorrad wohl auch nicht vor Mittwoch fertig bekommen. Wir beschliessen trotzdem, schon am Sonntag Abend zurückzufahren nach Trelew, damit wir dort vor Ort Druck machen können.
Wir sind faul geworden, und gehen wieder essen, statt uns selber was zu kochen. Das werden wir eh noch oft genug machen müssen, wenn wir erst wieder richtig unterwegs sind.

30.03.2001
Mittlerweile tritt hier in Mar del Plata schon fast sowas wie Alltag ein. Morgens ab 9.00 gibt's Frühstück, wir setzen uns an den gedeckten Tisch. Von dort wechseln wir auf die Terasse, wo wir eine Weile unseren Arbeiten nachkommen, bevor wir für den Rest des Tages an den Strand ziehen.
Beim abendlichen Schlendern durch die Stadt entdecke ich auch endlich einen geeigneten Kompass, den ich günstig erstehen kann. Damit wird dann mein Cockpit komplett sein.
Und obwohl ich eigentlich in diesem Urlaub vom Urlaub ausnahmsweise mal ein paar Tage lang wirklich rein gar nichts über Motorräder und ihre Einzelteile hören wollte, erinnert Michi mich daran, dass ich mich vielleicht schon mal langsam um einen neuen Ölfilter kümmern sollte. Da ich diese Bemerkung einfach überhöre, -das Wort Motorrad ist vorübergehend aus meinem Vokabular gestrichen-, und keinerlei Reaktion zeige, frägt er selber unseren Gastgeber Alberto nach den gelben Seiten. Und trotz Michis immer noch sehr bescheidenen Sprachkenntnissen schafft Alberto es dennoch, aus ihm herauszuquetschen, was er denn suche, und bietet uns daraufhin an, uns gleich zu einem solchen Laden hinzufahren. Das würde schneller gehen, meint er. Womit er nicht Unrecht hat, nach einer Viertelstunde sind wir schon wieder erfolgreich zurück, begeistert von Albertos Einsatz und diesem individuellen Service.
Am Abend nutzen wir heute dann auch mal den Luxus der Küche mit all ihren Utensilien und bereiten uns köstliche Pfannkuchen zu.

31.03.2001
Wenn wir schon Zeit im Überfluss haben, dann soll sie wenigstens einigermassen sinnvoll genutzt werden. Es wird auch für mich Zeit für einen neuen Look, Michi war vorgestern schon ganz spontan zum Haareschneiden, und auch ich entschliesse mich nun kurzfristig zu einem Friseurbesuch. Die Preise dafür sind hier recht günstig, billiger wird es in Santiago auch nicht. Ich lasse also reichlich Haare und bin mit dem Ergebnis durchaus zufrieden, und das will was heissen, so selbstverständlich ist das bei mir nicht. Das anschliessende Färben übernehme ich in gewohnter Manier selber. So frisch gestylt kann ich mich nun selbst am Samstag Abend wieder unter's Volk wagen. Wir wollen endlich mal wieder richtig ausgehen.
Zuerst müssen wir allerdings noch die Bustickets für die morgige Rückreise nach Trelew besorgen. Wir wissen bereits, dass wir mit 2 verschiedenen Buslinien fahren, und in Rio Colorado umsteigen müssen. Nur ist der Schalter gerade nicht besetzt. Und am Schalter der anderen Linie kann man uns das Ticket nach Trelew nicht verkaufen, weil deren Computer gerade abgestürzt ist. Nein, wir lassen uns nicht nerven, und beschliessen, uns erst die für 21.00 angekündigte 'Fallera Marplatense' anzuschauen, bevor wir es erneut versuchen.
Schon seit Tagen konnten wir beobachten, wie auf dem Platz vor dem Casino ein überdimensionaler spanischer Ritter in seiner Burg aufgebaut wurde. Und der soll heute in Brand gesetzt werden. Vermutlich hat dieses Spektakel einen historischen Hintergrund, wir erfahren ihn nur leider nicht. Jedenfalls gibt es nach ewig langen Reden erst ein grosses Feuerwerk, von dem wir aber leider nur einen Bruchteil zu sehen bekommen, weil wir dafür einen ziemlich ungünstigen Platz haben.
Für das grosse Feuer stehen wir wiederum ganz gut. Wir können beobachten, wie erst sämtliche Lichter ausgehen und der Platz verdunkelt wird. Dann wird das Kunstwerk mit langen Fackeln angezündet, und das helle Feuer arbeitet sich rasch nach oben. Genauso schnell wird es im näheren Umkreis dieser riesigen, lichterloh brennenden Puppe so heiss, dass wir uns vorkommen wie im Backofen. Die in vorderster Reihe stehenden Zuschauer drängen zurück, fast bricht Panik aus. Aber es passiert weiter nichts, noch eine ganze Weile trotzt der Ritter tapfer den züngelnden Flammen, bis er krachend zusammenbricht. Damit lässt schliesslich auch die bratende Hitze nach, man kann wieder normal durchatmen, und langsam verteilt sich die riesige Menschenmasse in den anliegenden Strassen.
Die Show ist vorbei, wir treten den nächsten Versuch im Busbahnhof an. Diesmal sind wir immerhin etwas erfolgreicher und bekommen das Ticket nach Rio Colorado. Der andere Schalter ist inzwischen nicht mehr besetzt. Am besten rufen wir gleich morgen früh hier an und reservieren die Plätze schon mal telefonisch.
Ziemlich erschöpft von dem langen Fussmarsch -Mar del Plata ist doch ziemlich gross und die Entfernungen entsprechend weit- und dem ganzen Theater gehen wir nur noch zum Essen, und lassen den geplanten Disco-Besuch ausfallen. Das hätte es früher nicht gegeben, dass ich am Samstag Abend zur besten Zeit freiwillig nach Hause gehe!!

01.04.2001
Es ist Sonntag, unser letzter Tag in Mar del Plata.
Das mit der telefonischen Reservierung des Tickets klappt, danach gehen wir noch einmal an den Strand. Der Tag ist dazu wie geschaffen, es ist nochmal richtig sommerlich heiss, und sogar ich gehe zur Abkühlung ins salzige Wasser. Bis zur letzten Minute kosten wir das Vergnügen aus. Nur irgendwann wird es Zeit, zusammenzupacken und aufzubrechen. Wir haben uns in den paar Tagen hier so wohlgefühlt, dass der Abschied mal wieder richtig schwer fällt. Als wir die Tür hinter uns ins Schloss ziehen hab ich fast ein Gefühl, als wenn der Urlaub jetzt zu Ende wäre, und wir zurückkehren in das triste Trelew, wo wieder die Pampe auf uns wartet, und der Winter mit seiner Kälte lauert. Wie werde ich das Chelagarto vermissen!

02.04.2001
Eigentlich sollte der Bus um 6.00 in Río Colorado sein, wo der Bus nach Trelew um 7.15 abfahren soll. Aber um 7.00 sind wir immer noch unterwegs, und von der Stadt ist weit und breit noch nichts zu sehen. Immerhin gibt uns der Busfahrer zu verstehen, dass er den anderen Bus, der uns entgegen kommen muss, anhalten wird, damit wir noch umsteigen können. Das ist dann aber gar nicht notwendig, wir erreichen um 7.30 den Busbahnhof, und der Anschlussbus ist auch noch nicht dagewesen. Eine weitere halbe Stunde müssen wir noch warten, bis es endlich weitergeht.
Trotz der Verspätung kommen wir pünktlich um 15.30 in Trelew an. Wir versuchen unser Glück erneut in der billigen Gemeindeherberge, aber wie schon beim letzten Mal haben wir Pech, sie ist schon wieder voll belegt. Im Hotel Rivadavia hingegen ist unser Zimmer noch frei, und wir quartieren uns wieder hier ein.
Anschliessend machen wir uns gleich auf den Weg zur Werkstatt. Michi ist schon ganz aufgeregt. Dort stossen wir zu unserer Überraschung allerdings auf verschlossene Türen. Seltsam, wie kann das denn sein?!!
Erst jetzt fällt mir auf, dass überhaupt sehr wenig los ist in den Strassen, und ein Passant bestätigt den Verdacht, dass heute Feiertag ist. Na toll, wieso sagt uns das denn keiner?! Nun müssen wir uns also noch bis morgen gedulden.

03.04.2001
Gleich in der Früh stehen wir in der Werkstatt auf der Matte, und Daniel beichtet uns, dass das Teil immer noch nicht angekommen ist. Erst erschreckt er uns mit der Horrormeldung, dass es noch nicht einmal in Buenos Aires eingetroffen sei, und es somit frühestens nächste oder gar erst übernächste Woche ankäme. Wir können es kaum fassen und sind sprachlos!
Michi überlegt gerade, ob er mit bloss 5 Gängen weiterfahren soll, als ein erneuter Anruf bei Yamaha in Buenos Aires immerhin ergibt, dass es angeblich doch schon am letzten Freitag nach Trelew abgeschickt wurde. Ob per Flugzeug oder per LKW muss erst noch nachgeschaut werden, das erfahren wir wohl später. Wie auch immer müsste es dann morgen oder spätestens am Donnerstag hier sein. Das sind zwar auch schon wertvolle verlorene Tage, aber solange können wir noch warten. Vorerst geben wir uns damit zufrieden, wir haben eh keine andere Wahl, und jetzt ist sowieso erstmal Mittagspause bis 16.00.
Danach erfahren wir, was wir schon befürchtet hatten, das Zahnrad wurde nur per LKW geschickt. Was soll's, auf den einen Tag kommt es nun auch nicht mehr an. Michis Mopped, bzw. das, was davon übriggeblieben ist, wird aus dem Lager geholt, und er kann sich schon mal mit irgendwelchen Frickelarbeiten beschäftigen und unterhalten.

04.04.2001
Heute bin ich dran, wir holen auch Violeta aus dem Lager, wo sie bisher untergekommen war. Sie wird gewaschen, ihr Luftfilter wird gereinigt, und sie bekommt einen Ölwechsel. Eigentlich wollte ich das alles selber machen, aber ich bin gar nicht traurig darüber, dass Daniel mir fast alles abnimmt. Dabei stellt er auch noch fest, dass die Zündkerze schon hinüber ist und ersetzt sie durch eine neue. Vielleicht springt Violeta damit ja künftig wieder etwas leichter an.

05.04.2001
Donnerstag, endlich! Heute müsste das Teil angekommen sein!
Ist es aber nicht, als Michi gegen 11.00 nachfrägt. Er wird auf 17.00 vertröstet. Dann auf 17.30. Um 18.00 heisst es, in einer halben Stunde käme es wohl. Genervt verlässt Michi die Werkstatt, und als wir kurz vor Feierabend nochmal vorbeischauen, ist es immer noch nicht da. 'Mañana', heisst es nur schulterzuckend.
Damit ist nun auch die letzte Hoffnung zerschlagen, das Mopped noch am Samstag wiederzubekommen. Wir werden auch noch über's Wochenende hierbleiben müssen. Wie nervig, denn inzwischen haben wir wirklich alles erledigt, was es noch zu tun gab, und gelangweilt schlagen wir nur irgendwie die Zeit tot. Wertvolle Zeit, die uns nachher fehlen kann, wenn wir ein paar der Andenpässe zwischen Chile und Argentinien fahren wollen. Der Gedanke bereitet uns schon länger Sorgen, als wir jetzt auch noch in unserem Reiseführer lesen, dass diese nur bis März zugänglich sind.

06.04.2001
Als wir der Vollständigkeit halber, aber ohne grosse Hoffnung am Vormittag der Werkstatt unseren täglichen Besuch abstatten, erfahren wir, dass das Zahnrad tatsächlich eingetroffen ist. Das ist aber noch lange kein Grund zur Freude, denn leider ist es nicht das gleiche Teil wie das originale Zahnrad. Und somit nicht brauchbar!! Unglaublich, aber wahr!!
Nun bleibt nichts anderes mehr übrig, als das marode Originalteil wieder einzubauen, in der Hoffnung, dass es trotzdem halten wird. Daniel macht sich auch gleich an die Arbeit, sämtliche Einzelteile wieder zusammenzusetzen. Aber vor Dienstag kommen wir hier trotzdem wohl noch nicht weg.

07.- 09.04.2001
Es lohnt sich inzwischen wirklich nicht mehr, jeden Tag einzeln aufzuführen. Das grosse Warten beherrscht den Tagesablauf, längst hat sich die Langeweile breit gemacht, denn es gibt nichts mehr zu tun. Michi vertreibt sich immerhin die Zeit in der Werkstatt, wo er Daniel bei der Arbeit beobachtet, und wahrscheinlich längst allen auf die Nerven fällt.
Wir haben nicht einmal Lust, uns die nähere Umgebung anzuschauen. Wir hatten uns vorgenommen, am Sonntag ins 15 km entfernte Gaiman zu fahren, ein angeblich von den walesischen Siedlern geprägtes Dorf. Aber selbst diesen Ausflug lassen wir mangels Motivation ausfallen. Wir wollen eigentlich nur noch weg hier.
Aber es sieht heute ganz gut aus, und Hoffnung kommt auf, als Daniel zu Mittag meint, dass er wohl am späten Nachmittag fertig wird, falls nichts mehr dazwischen kommt. Demnach könnten wir tatsächlich morgen endlich aufbrechen.
Tatsächlich, als wir kurz vor Feierabend in die Werkstatt kommen, läuft das Mopped wieder!! Daniel bietet mir nun noch an, morgen auch noch nach Violeta zu schauen, damit sie künftig leichter wieder anspringt. Das klingt natürlich verlockend, andererseits würden wir damit noch einen weiteren Tag verlieren, ausserdem, die Kosten! Und wer weiss, ob es schlussendlich wirklich was bringen wird. Ich muss mir das erst noch überlegen, und eine Nacht drüber schlafen.

10.04.2001
Ich kann doch nicht wiederstehen und vertraue Daniel mein Mopped an. Er schaut zum Glück auch nach der Steuerkette, denn die ist schon ziemlich lang und muss dringend ausgetauscht werden. Er hat sogar 2 kürzere Ketten da, aus denen er eine für die KLR passend lange machen kann.
Extra für uns verzichten die Jungs heute auf ihre lange Siesta, bleiben über Mittag in der Werkstatt, und bestellen sich nur was zu essen. Uns laden sie gleich mit ein, und richten provisorisch auf dem neu installierten, noch gar nicht ganz fertigen Zwischendach den Mittagstisch her.
Nachdem wir am Nachmittag Daniel alleine lassen, um schon mal zu packen und Proviant zu besorgen, lasse ich mich am Abend vom Ergebnis überraschen. Und in der Tat springt Violeta schon auf den ersten leichten Tritt an. Ich bin aber noch skeptisch, schliesslich ist sie jetzt heiss, das muss also noch gar nichts heissen. Erstmal schmerzen nur die zusätzlichen Ausgaben von insgesamt US$ 200,-


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